Vitamin - / Mineralstoffinfusionen

Liebes Barmer -Team,

zur Unterstützung der Behandlung einer Atemwegsentzündung sowie zur Vorbeugug eben solcher Erkrankungen, hat mir meine Ärztin ergänzend zu einer Infusionskur (Vitamin C und B12) geraten. Die erste Anwendung hatte ich bereits und habe die Kosten privat getragen (lt. Auskunft der Ärztin keine Leistung durch Krankenkasse möglich).

Ich habe mich nun etwas schlau gemacht: die Verabreichung erfolgte in meinem Fall intravenös. Darüber hinaus liegt für die Art der Behandlung nach meinen Verständnis großer Zuspruch in medizinischen Studien vor.

Daher meine Frage: engagiert sich die Barmer ebenfalls in diesem Bereich und bietet eine Kostenübernahme an?

Danke vorab für Ihre Rückmeldung.

Beste Grüße
B.Griepke

Auf diesen Beitrag antworten

Antworten

BARMER Vitamin - / Mineralstoffinfusionen

Guten Tag B. Griepke,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Vitamin C als auch Vitamin B12 zählen zu den wasserlöslichen Vitaminen. Für beide stehen zahlreiche Arzneimittel in verschiedenen Darreichungsformen auf dem deutschen Markt zur Verfügung, darunter auch Arzneimittel, die intravenös verabreicht werden können. Vitamin C und B12-haltige Arzneimittel sind überwiegend apothekenpflichtig aber nicht verschreibungspflichtig.

Der Gesetzgeber hat nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel für Erwachsene von der Versorgung zu Lasten der GKV ausgeschlossen. Verschreibungspflichtige Arzneimittel sind i.d.R. vom Versicherten selbst zu zahlen. Ausnahmen sind in der sogenannten Anlage I der Arzneimittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) aufgeführt. Danach ist die Verordnung eines nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittels ausnahmsweise zulässig, wenn die Arzneimittel bei der Behandlung schwerwiegender Erkrankungen als Therapiestandard gelten. Nach der Definition des G-BA ist eine Krankheit schwerwiegend, wenn sie lebensbedrohlich ist oder wenn sie aufgrund der Schwere der durch sie verursachten Gesundheitsstörung die Lebensqualität auf Dauer nachhaltig beeinträchtigt. Ein Arzneimittel gilt als Therapiestandard, wenn der therapeutische Nutzen zur Behandlung der schwerwiegenden Erkrankung dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse entspricht.

Für Vitamin C- als auch B12-haltige Arzneimittel gibt es eine solche Ausnahme. Demnach sind wasserlösliche Vitamine nur bei der Dialyse oder bei nachgewiesenem, schwerwiegendem Vitaminmangel, der durch eine entsprechende Ernährung nicht behoben werden kann, verordnungsfähig. In diesen Fällen kann die Barmer die Kosten tragen. In allen anderen Fällen ist es vorgesehen, dass die Kosten vom Versicherten selbst zu tragen sind.

Die prophylaktische Wirkung bzw. Schutzwirkung bei Erkältungen ist bisher nicht wissenschaftlich belegt. Daher hat Ihnen Ihre Ärztin die Arzneimittel vermutlich als Privatleistung in Rechnung gestellt.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit diesen Angaben weiterhelfen und wünschen Ihnen alles Gute.

Auf diesen Beitrag antworten
Auf diesen Beitrag antworten
Nach oben