Krankenversicherung in Elternzeit

Sehr geehrtes Expertenteam,

sowohl mein Mann, als auch ich sind jeweils freiwillig bei der Barmer krankenversichert. Nun befinde ich mich im Mutterschutz und bin beitragsfrei versichert. Nun zu meinen Fragen:

Wenn ich nach Ende des Mutterschutzes in Elternzeit bin und Elterngeld beziehe, bin ich dann weiterhin beitragsfrei versichert?

Und wie sieht es aus, wenn mein Mann für zwei Monate gleichzeitig mit mir Elternzeit nimmt und ebenfalls Elterngeld bezieht? Werden Beiträge fällig? Wenn ja, in welcher Höhe?

Viele Grüße
Eva

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BARMER Krankenversicherung in Elternzeit

Guten Tag Eva,

wir gehen davon aus, dass Sie wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze zu den versicherungsfreien Arbeitnehmern zählen und deshalb freiwillig bei der Barmer versichert sind.

Besteht ein fiktiver Familienversicherungsanspruch für Sie (dürfte in Ihrem Fall gegeben sein, da Ihr Ehemann ja auch gesetzlich versichert ist), wird Ihre Mitgliedschaft auch während des Elterngeldbezuges weiterhin beitragsfrei geführt.

Nimmt Ihr Ehemann zeitgleich mit Ihnen eine Elternzeit in Anspruch und bezieht Elterngeld, kann er wiederum einen fiktiven Anspruch auf Familienversicherung nicht geltend machen (da Sie ja bereits bei ihm fiktiv familienversichert sind). Er müsste dann während der Elternzeit weiterhin Beiträge zahlen. Die Höhe der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung richtet sich dabei nach den individuellen Einnahmen zum Lebensunterhalt. Das Elterngeld selbst stellt keine beitragspflichtige Einnahme dar. Werden während der Elternzeit keine beitragspflichtigen Einnahmen oberhalb von € 991,67 (Wert gilt für 2017) bezogen, käme der Mindestbeitrag in Betracht (für 2017 = € 175,03 monatlich). Sollten Einnahmen vorhanden sein (z. B. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung) ist der Beitrag entsprechend festzusetzen.

Wenden Sie sich bitte für eine individuellen Beratung sowie Ermittlung der Beitragshöhe an Ihre Geschäftsstelle vor Ort.

Viele Grüße

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RE: Krankenversicherung in Elternzeit

Monat 1-12: Die Frau in dem Beispiel oben nimmt 12 Monate Elterngeld und Elternzeit, der Mann 2 Monate parallel. Er zahlt für die zwei Monate den Mindestbeitrag (für 2017 = Euro 175,03 monatlich).

Monat 13-18: Die Frau nimmt 4 Monate Elternzeit ohne Elterngeld und arbeitet ab Monat 5 mit Elternzeit in Teilzeit. Der Mann nimmt 6 Monate Elternzeit ohne Elterngeld.

Frage 1: Muss der Mann für Monat 13-16 den Mindestbeitrag zahlen bei der Barmer?
Frage 2: Ist der Mann in Monat 17-18 familienversichert über die Gesetzliche Krankenversicherung der Frau?

Viele Grüße, Georg

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BARMER Krankenversicherung in Elternzeit

Guten Tag Georg,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne möchten wir Ihre Fragen beantworten:

Antwort 1:
Es bleibt bei der Beitragspflicht für den Ehemann in den Monaten 13-16. Die Höhe der Beiträge richtet sich nach wie vor nach den Einnahmen, ggf. Mindestbeitrag.

Antwort 2:
Die Ehefrau wird im Rahmen ihrer zulässigen Teilzeitbeschäftigung vermutlich versicherungspflichtig und zahlt damit wieder Beiträge aus dem Arbeitsentgelt. Der Ehemann könnte dann in den Monaten 17 und 18 bei der Ehefrau mitversichert werden bzw. den in der Antwort vom 09.11.2017 beschriebenen „fiktiven“ Anspruch auf Familienversicherung und somit Beitragsfreiheit geltend machen.

Wir hoffen sehr, wir konnten Ihnen weiterhelfen.

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RE: Krankenversicherung in Elternzeit

Sehr geehrte Experten!

Meine Frau befindet sich aktuell im zweiten Jahr in Elternzeit und somit beitragsfrei gesetzlich versichert (ich bin privat versichert).
Nun möchte sie einen 450 Euro Job antreten.

Ist sie dann weiterhin beitragsfrei versichert während der Elternzeit (4 Jahre)?

Vielen Dank schon einmal für die Antwort!

LG

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BARMER Krankenversicherung in Elternzeit

Guten Tag Tim,

vielen Dank für Ihren Beitrag.
Wir gehen davon aus, dass sich Ihre Ehefrau in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis befindet. Insofern bleibt ihre versicherungspflichtige Mitgliedschaft während der Elternzeit beitragsfrei erhalten. Hieran ändert sich auch dann nichts, wenn sie einen 450-Euro-Job aufnimmt. Da es sich hierbei um eine geringfügig entlohnte und somit krankenversicherungsfreie Beschäftigung handelt, besteht die Mitgliedschaft Ihrer Ehefrau weiterhin beitragsfrei fort.

Wir wünschen Ihnen alles Gute.

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RE: RE: Krankenversicherung in Elternzeit

Bedeutet dies folgendes: Ich bin pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenkasse und in Elternzeit. Daher bin ich in der Elternzeit beitragsfrei. Nun möchte ich gerne einen 450 Euro Job starten bei einem neuen Arbeitgeber. Mein Ehemann ist privat versichert. Die Kinder ebenfalls. Bin ich dann weiterhin trotz des 450 Euro Jobs beitragsfrei?

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BARMER Krankenversicherung in Elternzeit

Guten Tag Martina,

solange das Hauptbeschäftigungsverhältnis, in welchem Elternzeit vereinbart wurde und für das Beitragsfreiheit besteht, ungekündigt fortbesteht, hat eine im gleichen Zeitraum ausgeübte geringfügige Beschäftigung bei einem anderen Arbeitgeber keine Auswirkung auf die Fortführung der beitragsfreien Mitgliedschaft bei der Barmer.

Mit freundlichen Grüßen

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Krankenversicherung in Elternzeit

Guten Tag liebes Expertenteam,
ich möchte gerne wissen, welchen Status meine Frau bei Ihnen haben wird, wenn Sie in Elternzeit geht. Ich bin privat versichert, meine Frau ist bei Ihnen versichert. Aktuell ist Sie noch als freiwilliges Mitglied geführt. Ab dem neuen Jahr wird sich Ihr Status jedoch verändern. Die Entgeltgrenze ist ab Januar höher als das Einkommen meiner Frau. Somit wird Sie laut ihrem Arbeitgeber versicherungspflichtig. Ist es dann auch richtig das meine Frau während der Elternzeit beitragsfrei bei Ihnen versichert ist? Überall steht das versicherungspflichtige Mitglieder vor Beginn der Elternzeit, beitragsfrei versichert sind.

Unser Kind wird nach Geburt über mich versichert. Der Geburtstermin ist Ende Juni.

Vielen Dank für Ihre Antwort und frohe Weihnachten.

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BARMER Krankenversicherung in Elternzeit

Guten Tag Sebastian,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Offenbar ist Ihre Ehefrau aktuell bei uns als (wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze) krankenversicherungsfreie Arbeitnehmerin versichert. Ihre Schilderung lässt darauf schließen, dass das Jahresarbeitsentgelt Ihrer Ehefrau nur knapp über der bisherigen Jahresarbeitsentgeltgrenze gelegen hat und nun die Grenze 2019 unterschreitet. Unter dieser Bedingung träfe die Beurteilung des Arbeitsgebers zu, dass Ihre Ehefrau zum 01.01.2019 versicherungspflichtig wird. Während des Mutterschutzes und der Elternzeit würde diese Pflichtmitgliedschaft dann auch beitragsfrei fortbestehen, wenn Ihre Ehefrau keine weiteren Einkünfte hat (z.B. Renten- oder Versorgungsbezüge).

Die Beurteilung des Arbeitgebers wäre jedoch falsch, wenn er bei der Statusprüfung zum Jahreswechsel schon die Geburt des Kindes berücksichtigen würde. Sofern das aktuelle mit 12 multiplizierte Arbeitsentgelt sowohl die Jahresarbeitsentgeltgrenze 2018 als auch die Grenze für 2019 überschreitet, bliebe Ihre Frau – ungeachtet des Mutterschutzes im nächsten Jahr – versicherungsfrei.

Wir bitten Sie, sich zum Versicherungsverhältnis Ihrer Ehefrau mit Beginn der Schutzfrist von ihrer Geschäftsstelle konkret beraten lassen.

Eine abschließende Klärung ist in diesem Forum nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

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