Kostenübernahme bei Endometriose

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe seit 2018 die gesicherte Diagnose der Endometriose, z.N. Laparoskopie mit Adhäsiolyse an mehreren Gebieten und Entfernung von Zysten am Eierstock. Postoperativ habe ich mit einer Hormontherapie begonnen, wie mir durch meine Gynäkologin empfohlen wurde - mit der Pille "Maxim".
Zuvor habe ich mehrere Jahre keine hormonellen Verhütungsmittel eingenommen.

Bisher zahle ich die Pille, die ich in meinem Fall als Medikament einnehme selbst. Mir stellt sich nun die Frage, ob aufgrund der bestehenden Indikation eine Kostenübernahme seitens der Barmer möglich ist.

Des Weiteren leide ich auch postoperativ immer noch unter Beschwerden.

Ich gehe regelmäßig zur Vorsorge bei meiner Frauenärztin. Beim letzten Besuch, der 6 Monate nach meiner OP war, wurde kein vaginaler Ultraschall gemacht und ich bekam den Hinweis, dies sei eine IGEl-Leistung.Dies sehe ich anders, da eine Indikation vorliegt und es bei Endometriose die einzige Möglichkeit, neben einer OP, den Krankheitsverlauf durch Sonographie zu verfolgen und ggf. neue Zysten zu erkennen. Das hat mich also ziemlich baff gemacht.

Übernimmt die Barmer bei Endometriose die Kosten des vaginalen Ultraschall beim Gynäkologen?

Mit freundlichen Grüßen

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BARMER Kostenübernahme bei Endometriose

Guten Tag K.J.,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Die Maxim ist zur Behandlung der Endometriose nicht zugelassen, es handelt sich also um eine zulassungsüberschreitende Anwendung (sogenannter „Off-Label-Use“). Deshalb kann Ihnen Ihre Ärztin die Maxim zur Behandlung der Endometriose nicht auf einem Kassenrezept verordnen. Wir empfehlen Ihnen einen Kostenübernahmeantrag zu stellen und hierbei aussagekräftige ärztliche Unterlagen einzureichen. Wir werden anschließend prüfen, ob dennoch eine Kostenübernahme durch die Barmer möglich ist.

Was die Kostenübernahme einer vaginalen Ultraschalluntersuchung anbelangt, kommt es auf die medizinische Notwendigkeit der Untersuchung an. Diese beurteilt Ihre behandelnde Frauenärztin im Rahmen ihrer Therapiehoheit. Hält sie die Sonographie nicht für medizinisch notwendig und führt sie die Untersuchung nur auf Ihren Wunsch hin durch, kann nur eine privatärztliche Abrechnung erfolgen. Eine Erstattung kann unsererseits in diesem Fall nicht erfolgen.

Wir wünschen Ihnen alles Gute.

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