Generalisierte Angst

Hallo,

was sind ihrer Meinung nach die ersten Schritte bei folgenden Thema? Bei mir wurde eine generalisierte Angststörung festgestellt. Für mich ist das schwierig greiffbar und ich weiß nciht wie weiter.

Ich bin Vollzeit beschäftigt, so dass ich nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen kann. (Ich bin von 6 Uhr morgens bis 17-18 Uhr nicht zu Hause).

Es äußert sich so, dass ich ständig negative Gedanken habe, wenn ich nicht gerade abgelenkt bin. Bei der Arbeit und auch Privat bin ich häufig nervös in ganz schlimmen Phasen wird mir (ob real oder nur gedanklich) schwindelig. Bei der Arbeit würde ich dann am liebsten weglaufen, tue es aber nicht und quäle mich durch. In meinen Kopf denke ich dann meistens darüber nach was passiert wenn ich jetzt ohnmächtig werde, auch wenn dies noch nie passiert ist. Gefühlt ist es stärker, wenn ich übermüdet bin. SChilddrüse hat auch die gleichen Symptome.

Was kommt zu erst? Angst durch Schwindel oder Schwindel durch Angst? Sonst bin ich gutrer Gesundheit und laufe gerne bis hin zur HM Distanz.

Wie empfehlen Sie vorzugehen?

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BARMER Generalisierte Angst

Guten Tag Herr Münster,


abhängig davon, wer bei Ihnen die Diagnose gestellt hat, sind folgende nächste Schritte sinnvoll: zunächst sollte fachärztlich über einen Psychiater/eine Psychiaterin geklärt werden, ob bei Ihnen eine ambulante oder stationäre Psychotherapie zurzeit angezeigt ist.


Diese, vorzugsweise beginnend mit verhaltenstherapeutischen Techniken, stellt den Kern der Behandlung dar. Dabei ist es ausschlaggebend, wie umfassend sich die krankheitsbedingten Beeinträchtigungen im Alltag niederschlagen. Sollten diese zu tiefgreifend sein, so ist eine teil- oder vollstationäre Psychotherapie der sinnvollere Schritt.


Darüber hinaus sollte über den Facharzt/die Fachärztin eine Einschätzung zur medikamentösen Unterstützung erfolgen. Oft ist es hilfreich, wenn angstlösende Medikamente eingesetzt werden, die dem Patienten dabei helfen können, den Alltag wieder leichter zu bewältigen und weniger unter Ängsten und/oder Gedankenkreisen zu leiden.

Sollte es einen Verdacht geben, dass es organische Gründe für ihre Symptome gibt, empfiehlt es sich, mit ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin zu klären, über welchen Facharzt/welche Fachärtzin eine körperliche Erkrankung, egal ob begleitend oder ursächlich, abgeklärt und gegebenenfalls. mitbehandelt wird.
Das bedeutet, dass es sinnvoll ist, sich die Zeit zur Behandlung auch zu nehmen und entsprechende zeitliche Freiräume dafür zu schaffen, auch wenn es zunächst schwer fällt.

Wir hoffen wir konnten Ihnen helfen und wünschen Ihnen für den Verlauf der Behandlung alles Gute.

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