Blasenspiegelung nach Prostata OP

Ich wende mich mit folgender Frage an Sie:

Ich war im Juni 2016 zur Prostata OP im Krankenhaus und anschließend im Mai 2016 zur Reha.
Die OP und auch die Reha sind gut verlaufen, so dass ich nach der Reha keine Vorlagen mehr benötigte.
Ich habe bis heute keine Probleme. Mein PSA-Wert ist z.Z. unverändert bei 0,012.

Nun bot mir mein Urologe eine Blasenspiegelung an.
Nach seiner Meinung sollte dies nach einer Prostata OP gemacht werden. Diese müsste ich aber selbst bezahlen.

Ich möchte aber keinen weiteren Eingriff, da ja dabei auch eventuell Komplikationen auftreten könnten. Ich bin der Auffassung, wenn dies nach einer Prostata OP notwendig wäre, würde es doch die Krankenkasse bezahlen (ähnlich wie die PSA-Wert Erfassung).

Ich bitte Sie nun um Ihre Meinung zu diesem Sachverhalt.

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BARMER Blasenspiegelung nach Prostata OP

Guten Tag Geisler,


gerne geben wir Ihnen eine Rückmeldung und hoffen Ihnen dadurch helfen zu können.
In der Literatur finden sich Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Blasenkarzinome nach einem Prostatakarzinom und umgekehrt. Im Rahmen der Nachsorge des Prostatakarzinoms (PSA und Tastbefund) sollte auch immer ein Augenmerk auf die Blase und die ableitenden Harnwege gerichtet werden. Dies gerechtfertigt nicht in jedem Fall eine Zystoskopie, eine Urinuntersuchung scheint mit der Frage nach Mikrohämaturie hier ausreichend. Falls jedoch eine Mikrohämaturie auftritt, wäre eine Zystoskopie und eine weitere Abklärung des oberen Harntraktes durchaus indiziert.


Wir hoffen, wir konnten Ihre Fragen beantworten und stehen bei weiteren Unklarheiten zur Verfügung. Gerne können Sie sich für zusätzliche Informationen und Beratung an unseren Barmer Teledoktor wenden.

 

Bei Bedarf recherchieren die Kollegen auch entsprechende Adressen für Sie.

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