Fructosemalabsorption

Hallo, bei unserem 13-jährigen Sohn wurde letzte Woche im Krankenhaus eine Fructosemalabsoprtion festgestellt. Er hat seit längerem immer wieder starke Bauchschmerzen und unser Kinderarzt riet uns nach der Blutabnahme, die gut war, ins Krankenhaus zu fahren. Das haben wir gemacht und er wurde 2 Tage stationär aufgenommen. Es wurde ein Fructosetest gemacht und Ultraschall. Beim Ultraschall war alles in Ordnung, auf die Blutergebnisse warte ich immer noch, und der Fructosetest war auffällig. Wir wurden mit einem Infoblatt und dem Rat, wenn er Bauchschmerzen habe ihm eine Tablette zu geben, nach Hause geschickt. Aus diesem Infoblatt habe ich nun entnommen, dass wir zu Hause "austesten" müssen, wieviel Fructose unser Sohn verträgt. Aber das ist gar nicht so einfach, denn erstmal soll er komplett auf Fructose verzichten.....Das ist aber überall drin. In jedem Fruchtaufstrich, Nuss-Nugat-Creme, Keksen usw. Jetzt erklären sie mal einem 13-jährigen, dass er die nächste Zeit komplett ohne Zucker leben soll.......Wie soll denn das funktionieren? Da geht es schon mit dem Frühstück los. Was darf er denn noch essen? Keinen geliebten Kaba mehr, kein Müsli, kein Nutella, um nur einiges zu nennen. Wir fühlen uns ein bisschen im Stich gelassen und wissen nicht so recht, wie wir nun vorgehen sollen. Auch bin ich auf der Suche nach einer Ernährungsberaterin, aber das ist auch nicht so einfach, und müssen wir anscheinend das Meiste selbst bezahlen. Können Sie uns einen Rat geben, wie wir weiter vorgehen sollen? Vielen Dank im Vorraus

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BARMER Fructosemalabsorption

Guten Tag Madl,

wir freuen uns über Ihre Anfrage und geben Ihnen dazu gerne Rückmeldung.
bei gesicherter Fruktoseintoleranz besteht eine definitive Unmöglichkeit der Verarbeitung des Fruktosezuckers, sodass zwangsweise dadurch Verdauungsbeschwerden entstehen müssen (durch die Vergärung der Fruktose im Darm, Fehlbesiedelung zum Beispiel)

Da viele Lebensmittel unterschiedliche Konzentrationen von Fruktose aufweisen können (Apfel mehr als Ananas, Honig oder ähnlichem.) ist eine sogenannte Auslassdiät zur anfänglichen Darmberuhigung notwendig, um sodann auszutesten, welche Lebensmittel und in welcher Menge der Darm noch überhaupt toleriert.
Erlaubte Zuckerarten zum Süssen sind Traubenzucker, Milchzucker, Malzzucker.
Entsprechende Listen gibt es zahlreich entweder im Internet oder von einem Ernährungsberater.

Ein 13 jähriger Sohn ist in der Lage, den Mechanismus der Unverträglichkeit zu erkennen und auch die Konsequenzen zu tragen (falls es wirklich ein Glas Nutella sein muss, dann hat er die entsprechenden Bauchbeschwerden).
Er sollte eine Liste seiner Lieblingslebensmittel anfertigen und sie je nach Fruktosegehalt verwenden. Rückmeldung wird er jederzeit aus dem Bauchraum erhalten.

Wir hoffen, Ihnen einige Anregungen gegeben zu haben und wünschen Ihnen und Ihrem Sohn für die Zukunft alles Gute!

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