Schlechte Leberwerte

Hallo liebes Team von Barmer,

Nehme seit fast 2 Jahren Medikamente gegen den hohen Blutdruck, Sartane seit Februar und die Hausärztin weiß nicht, warum meine Leberwerte so schlecht sind. Eine unerträgliche Juckreiz hat mich geplagt und die Hausärztin hat mir Ebastin verschrieben.

Zudem nehme ich Schilddrüsen Tabletten und seit 2 Monaten gegen Diabetes: jardiance konnte ich nicht vertragen und jetzt nehme ich Xelevia.

Jetzt meint die Hausärztin ich soll ein Allergietest machen, Termin aber in Februar bekommen..

Was meinen Sie? Hepatitis habe ich nicht, es wurde getestet. Jetzt nehme ich Lecarnidipin und habe oft nachts Muskelschmerzen und die Finger tun weh.

Ich mag diese Nebenwirkungen nicht, ich gehe fast alle 2 Monaten zur Blut Abnahme und die Ärztin ist gerade ratlos und deshalb immer neue Medikamente ausprobieren.

Was ist denn zu tun? Bin 43, Frankfurt.

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RE: Schlechte Leberwerte

Guten Tag Dora,

vielen Dank für Ihren Beitrag.

Um die Ursache der Leberwerterhöhung festzustellen, sollte man zuerst die Basislaborparameter bestimmen: ALT, AST, Alkalische Phosphatase, γ-GT, Bilirubin, INR und Blutbild.
Anhand der Ergebnisse kann man in der Regel grob zwischen toxischem (zum Beispiel also durch Medikamente verursachten), hepatitischem (durch Lebererkrankungen) und cholestatischem (durch Gallenstau) verursachten Schädigungsmuster unterscheiden.
Neben den Laborwerten und der körperlichen Untersuchung ist die ausführliche Krankheitsvorgeschichte mit Reise- und Medikamentenanamnese inklusive pflanzlicher Medikamente und Nahrungsergänzungsmitteln, sowie Alkohol- und Drogenkonsum ein weiterer wichtiger Baustein zur Abklärung. Prinzipiell empfiehlt sich, bei erhöhten Leberwerten auch immer eine Ultraschalluntersuchung des Oberbauchs durchzuführen.
Ihre Hausärztin sollte auch eine Testung auf eine Autoimmunhepatits durchführen. Diese Form der Leberentzündung kann in jedem Alter auftreten, Frauen erkranken etwa dreimal häufiger als Männer.
Ergeben sich hierbei keine wegweisenden Befunde, sollte eine Vorstellung beim Hepatologen (Leberspezialisten) erfolgen.
Muskelschmerzen sind eine seltene Nebenwirkung des Lercanidipins, gegebenenfalls könnte eine andere Medikamentengruppe, zum Beispiel die der Diuretika, versucht werden.
Wir wünschen Ihnen alles Gute!

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