Rückenprobleme nach Bandscheiben OP

Guten Tag
Ich bin von Beruf LKW Fahrer. Mein Alter beträgt 61 Jahre.Ich habe seit mehreren Jahren Rückenproblem, die sich vor circa 9 Monaten verstärkten und sich ins linke Bein zogen.Mein Hausarzt verordnete mir Krankengymnastik, die jedoch wenig Hilfe brachte. Daraufhin bekam ich eine Überweisung zum Orthopäden , der mir Akupunktur verordnete und eine Überweisung zum Neurologen gab. Die akupunktur brachte auch keinen Erfolg , der Neurologe überwies mich zum Neurochirurg.Anhand eines MRT stellte der Neurochirurg Bandscheibenvorfall LWS3/4, Facettenartrose, und nervenverengung fest. Er legte mir eine OP nahe. Diese fand am 20.08.18 statt.Die Schmerzen im Bein sind seitdem besser , die Rückenschmerzen sind noch wie vorher.Mein Hausarzt sagte mir nach einer Blutprobe, meine Entzündungswerte seien erhöht. Ein erneutes MRT zeigte eine Entzündung am Spinalkanal an ( laut Radiologin ) . Der Neurochirurg sagte mir , die Entzündungswerte seien normal, ich solle mir keine Gedanken machen. Ich und mein Hausarzt hätten gern eine Zweitmeinung eingeholt, mit einer Überweisung vom Hausarzt bekomme ich aber keinen Termin bei einem Neurochirurg. Ich brauche dafür angeblich eine Überweisung vom Ortopäden. Der neurochirurg will noch 4 Wochen warten und dann die Wirbel fixieren. Was soll ich jetzt tun ?

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BARMER Rückenprobleme nach Bandscheiben OP

Guten Tag Herr Vieweg,


vielen Dank für Ihren Beitrag. Es ist erfreulich, dass Ihre Schmerzen im Bein durch die Operationbesser geworden sind. Leider werden die Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule dadurch nicht geheilt. Grundsätzlich ist die konservative Behandlung die Therapie der Wahl. Vor der Versteifung der Lendenwirbelsäule können alternative Maßnahmen eingeleitet werden, wie zum Beispiel Krankengymnastik, Schmerzmedikamente und gegebenenfalls eine multimodale Schmerztherapie.
Erst wenn wirklich klar ist, dass durch die konservative Behandlung keinerlei Linderung der Schmerzen erreicht werden kann, ist eine Operation ratsam.
Eine versteifende Operation bringt je nach Umfang meist gute Ergebnisse. Jedoch wird das Ergebnis im Laufe von Jahren durch die Entwicklung von sogenannten Anschlußinstabilitäten getrübt.
Dabei werden die benachbarten Wirbelsegmente neben der Versteifung über Gebühr strapaziert und verursachen ihrerseits Rückenschmerzen.
Auch ist in der Regel eine Beschwerdefreiheit nicht zu erwarten. So wird meist nur eine Besserung der Rückenschmerzen eintreten.
Wir empfehlen, erst einmal abzuwarten, sich intensiv konservativ behandeln zu lassen und vor einer Operation unbedingt eine Zweitmeinung einzuholen.


Wir wünschen Ihnen alles Gute!

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