zahnarztphobie

Ich bin endlich soweit und zum Zahnarzt gegangen. Leider ist es mir einfach nicht möglich , mich auf dem Stuhl zu setzten und behandeln zu lasssen. Ich bin 48 und traue mir fast alles zu, nur ich schaffe es nicht zum Zahnarzt ... Diese Geräusche im Mund gehen einfach nicht, ich bekomme Schweißausbrüche und verfalle in einen Heulkrampf... Es ist mir unangenehm und ich Schäme mich... Jetzt falllen die alten Amalganfüllungen raus, ich habe jetzt einen Zahnarzt gefunden, der eine Sanierung unter Vollnarkose machen würde. Was muss ich machen oder wo muss ich hingehen, das die Mehrkosten von der Krankenkasse übernommen werden können.

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BARMER zahnarztphobie

Guten Tag Frau Rü,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) trägt die Kosten für eine Vollnarkose nur bei medizinischer Notwendigkeit, also dann, wenn eine andere Form der Schmerzausschaltung (zum Beispiel eine Lokalanästhesie) nicht möglich ist. In der Regel ist die Abrechnung der Kosten für eine Vollnarkose zu Lasten der GKV auch möglich bei Patienten, die schwere, ärztlich anerkannte Angstreaktionen zeigen und deshalb nicht unter örtlicher Betäubung behandelt werden können.

Ob eine geplante Vollnarkose jedoch tatsächlich zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen abrechnungsfähig ist und die dafür erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind, hat ausschließlich die behandelnde Zahnärztin/Kieferchirurgin beziehungsweise der behandelnde Zahnarzt/Kieferchirurg zu entscheiden. Es kommt dabei immer auf die Umstände des Einzelfalles an, eine Beurteilung seitens der Krankenkassen verbietet sich unter anderem schon wegen fehlender Fachkenntnisse.

Die behandelnde Zahnärztin/Kieferchirurgin beziehungsweise der behandelnde Zahnarzt/Kieferchirurg stellen bei Erfüllung der Voraussetzungen im Regelfall eine formlose Überweisung an die Anästhesistin/den Anästhesisten aus. Die Anästhesieleistungen werden bei Vorliegen aller Voraussetzungen über die Krankenversichertenkarte abgerechnet.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.

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