Wurzelbehandlung Rechnung

Guten Tag,
Ich habe vor kurzem eine wurzelkanalbehandlung begonnen. Mein Zahnarzt klärte mich zu Beginn darüber aus, dass die Verfahren . z.B. elektronische laengenemessung) und die Materialien (Keramikfuellung und -Krone, ggf. Inlay) nicht von der Kasse uebrrnommen werden. Die selbst zu tragenden Kosten würden sich insgesamt auf rund 1000 belaufen. Muss ich diese Rechnung wirklich vollständig alleine begleichen? Oder uebernimmt die Barmer einen Teil hiervon?
Einen ersten Kostenvoranschlag habe ich bereits bekommen und zugleich unterschrieben, dass ich für die Kosten privat aufkomme. Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf etwa 395. In den Dokument waren alle Behandlungsschritte zweimal für den gleichen Zahn aufgeführt. Ist es z. B. nötig, zweimal eine elektronische laengenbestimmung zu machen?
Ich habe den Kostenvoranschlag leider schon abgegeben und keine Kopie gemacht, sodass ich nicht mehr alle Angaben rekapitulieren kann.

Der Zahnarzt hat mir auch abgesehen von der Wurzelbehandlung bereits recht hohe private Kosten für anstehende Kariesbehandlungen angekündigt. Für Keramikfuellungen berechnet er pro Seite eines Zahns rund 60 Euro.
Die Kosten, die dadurch insgesamt auf mich zukommen, kann ich kaum tragen. Übernimmt die Kasse Keranikfuellungen grundsätzlich nicht?

Ich freue mich auf Ihre Antwort und hoffe Sie koennen mir weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

auf diesen Beitrag antworten

Antworten

BARMER Wurzelbehandlung Rechnung

Guten Tag Thomas B.,

vielen Dank für Ihren Beitrag. An den Kosten für außervertragliche Leistungen wie beispielsweise eine elektrometrische Längenmessung des Wurzelkanals/zusätzliche Anwendung von elektrophysikalisch-chemischen Methoden können wir uns nicht beteiligen.

Was ist der Grund dafür?
Es handelt sich um Zusatzleistungen zu einer Wurzelkanalbehandlung. Diese sind nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten und können daher nur privat vereinbart werden. Das gilt auch dann, wenn die eigentliche Wurzelkanalbehandlung zu Kassenlasten über die Versichertenkarte abgerechnet wird.

Wir gehen davon aus, dass die Zahnarztpraxis im Vorfeld über die geplanten medizinischen Behandlungsmaßnahmen und die vertragszahnärztlichen Alternativen aufgeklärt hat und eine Zustimmung zu den Privatleistungen erfolgte.

Bei der „Kariesbehandlung“ haben Sie Anspruch auf medizinisch notwendige Füllungen aus erprobten und praxisüblichen plastischen Füllmaterials. Die Kosten für zahnmedizinisch indizierte Füllungen werden nach dem Sachleistungsprinzip von der Kasse übernommen. Die Abrechnung erfolgt für unsere Versicherten kostenfrei über die Versichertenkarte.

Bei Einlagefüllungen (Inlays) aus Gold oder Keramik handelt es sich allerdings um außervertragliche Leistungen. Die Barmer darf die Kosten für Inlays nur dann übernehmen, wenn eine Versorgung mittels praxisüblichem Material aus medizinischen Gründen definitiv nicht erfolgen kann.

Wenn Sie bzgl. der medizinischen Notwendigkeit der Behandlung bzw. der Kosten unsicher sind, empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit Ihrem behandelnden Zahnarzt zu suchen. Von dort sollte in der Regel vor Beginn der Behandlung immer eine Aufklärung über Art, Umfang und Kosten der geplanten Maßnahmen erfolgen.

Bei Zweifeln an dem Behandlungskonzept besteht jederzeit die Möglichkeit, sich bei unserem BARMER-Teledoktor eine Zweitmeinung einzuholen. Einfach über die Barmer Teledoktor-App oder unter der 0800 3333 500.

Wir wünschen Ihnen alles Gute.

auf diesen Beitrag antworten
auf diesen Beitrag antworten
Nach oben