Was gibt es für Möglichkeiten?

Sehr geehrte Damen und Herren,
es geht um meine 15 Jährige Tochter. Diese hatte circa 2010 einen Zahnunfall in der Schule. Ich weiß die Krankenkasse ist nicht zuständig für die Kosten, dass geht alles über die Unfallversicherung. Es geht mir um die Hilfestellung was ist machbar und Sinnvoll und die vermutlich beste Lösung für mein Kind.

Folgendes: Unfall 1. Klasse im oberen Frontbereich ( beide Schneidezähne waren noch IM Kiefer). Das Zahnfleisch vom 11er (?) der oben rechts ist schräg aufgeschlagen und aufgeplatzt gewesen. Bei der Erstversorgung konnte ein Möglicher H-Riss der Nachbarzähne nicht ganz ausgeschlossen werden. Der Frontzahn war soweit beschädigt, dass durch die Verletzung kleine Zahnsplitter/ Stücke entfernt werden mussten.
Kontrolltermin bei unserem Stammzahnarzt: Kontrolle Wundheilung und so weiter. Viel machen konnte man nicht, da der Zahn ja noch nicht draußen geschweige Ausgewachsen war.
So gingen Jahre ins Land mit regelmäßigen Kontrollen. Zwischenzeitlich das leichte anschleifen des Zahns, wegen der Bruchstelle.Kontrolle ob der Zahn noch „ lebt“ und das eine oder andere Röntgenbild.

Vor ca 2 Jahren: Ohne bemerkbare Beschwerden, trat Eiter hinter dem Zahn aus.
Ergebnis: Starke Entzündung die auch den Nachbarzahn ( seitlich) drohte „ absterben“ zu lassen. Der Frontzahn war zu diesem Zeitpunkt bereits „ tot“. Keine Reaktion auf Kälte, nichts. Die Wurzeln völlig fehlentwickelt. Nicht spitz zulaufenden, sondern wurde immer breiter.

Nach vielen Suchen, Hoffen und Bangen fanden wir nur einen Spezialisten der sich getraut hat, eine Zahnwurzelbehandlung zu machen. ( 3D Rötgen, zeigte das die Wurzel zumindest noch geschlossen ist).

Fazit: Die letzten Röntgenbilder ließen hoffen, dass die Entzündung zurück gehen würde. Der 2 te Zahn hat noch Vitalität und die Entzündung bedroht diesen nicht mehr akut. Gaaaaanz langsam, konnten wir hoffen, auch der Knochen würde sich erholen. ( Hätten wir ihn ziehen lassen, hieß es, wäre die Möglichkeit eines Implantates später gar nicht mehr möglich, da gar nicht genug Knochen vorhanden wäre).

Hätten wir ihn ziehen lassen, wäre aber die „ Überlebens Chance „ für den seitlichen Zahn besser.
Diese Entscheidung als Eltern zu treffen, war fürchterlich. Aber wir entschieden uns für die Zahnwurzel Behandlung. Optisch leidet meine Tochter täglich unter ihrem verfärbten und ca 1/4 kürzeren Zahn. Und der Lücke zwischen beiden Frontzähnen. Wir können wegen der Lücke nur mutmaßen, ob es einen direkten Zusammenhang zum Unfall gibt. ( Der Zahn ist nicht normal durch den Kiefer gewachsen, sondern dort, wo beim Unfall das Aufgeplatzt war)

So, viel Vorgeschichte... jetzt nach 2 Jahren ist immer noch eine deutliche Entzündung im Kiefer. Wenn auch nicht mehr akut gefährlich für den Nachbarzahn. Der Zahn verfärbt und deutlich zu kurz.

Was ist die beste ( unabhängig von den Kosten) Lösung? Zahn doch raus? Wie lange kann so eine Entzündung im Kiefer bleiben? Besteht nicht das Risiko für Herzerkrankungen oder so etwas?? Unser Hauszahnarzt sieht nur die Möglichkeit einer provisorischen Krone.
Da jetzt eigentlich auch meine Tochter endlich mal erfahren soll, wie es ist auch optisch einen schönen Zahn zu haben. Sie ist so unglücklich. Und hat jetzt locker 7 Jahre Geduld gehabt. Den Wunsch zu sein wie alle anderen in ihrem Alter kann ich total verstehen. Optik war lange Zeit nicht der Ausschlag für unsere Bahandlungsentscheidungen, aber er muss bei der neu anstehenden Entscheidung stärker berücksichtigt werden.

Veneers hat der Arzt gar nicht vorgeschlagen, könnte das aber nicht DIE Lösung sein Optik UND eine eventuell weitere Wurzelbehandlung sein? Wie bekommt man diese Entzündung endlich weg? Schmerzen hat sie keine.
Wünsche für die Zukunft: Entzündung endlich raus! Den Zahn erhalten und mit keine Ahnung 18+ die Option Implantat. Lange optisch schöne Erhaltung des Wurzelbehandeltenzahns, ohne diesen oder Nachbarzähne unnötig zu belasten. Abschleifen oder ähnliches. Eventuell die Option einer Zahnspange um die Lücke zu schließen.

Natürlich liegt hier das Geld nicht einfach rum, aber die beste Lösung soll nicht zwingend am Geld scheitern.

Ich würde mich sehr über objektive Vorschläge zur Lösung freuen.


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BARMER Was gibt es für Möglichkeiten?

Guten Tag Lina,


gerne geben wir Ihnen eine Rückmeldung und hoffen Ihnen dadurch helfen zu können
Nach Frontzahntrauma mit Pulpabeteiligung ist eine Wurzelbehandlung ein Versuch, den Zahn zu erhalten. Die Alternative zu einer Wurzelbehandlung wäre die Extraktion des Zahnes. Ihrer Schilderung nach wurden bereits viele Behandlungen versucht, um den Frontzahn langfristig zu erhalten.
Wir bitten zu entschuldigen, dass wir zum Ausmaß der eventuell weiter bestehenden Entzündung an dem Frontzahn Ihrer Tochter ohne klinische und röntgenologische Untersuchung keine Aussage treffen können.
Wie bereits von Ihrem Hauszahnarzt vorgeschlagen, ist Ihrer Tochter, auch aus ästhetischen Gründen, ein Langzeitprovisorium anzuraten. Unter einem Langzeitprovisorium versteht man die vorübergehende Versorgung des Zahnes über einen längeren Zeitraum bis eine definitive Entscheidung bezüglich des Frontzahnes getroffen werden kann.
Sollte der Frontzahn langfristig nicht zu erhalten sein, besteht später, wie Sie schon selbst erwähnt haben, die Möglichkeit einer Versorgung mittels Implantat.
Gerne können Sie sich für zusätzliche Information und Beratung an den

BARMER Teledoktor wenden und eine Zweitmeinung einholen.

Dies ist mit und ohne Heil- und Kostenplan (HKP) möglich. Sie erreichen die Experten vom BARMER Teledoktor unter der Rufnummer 0800 33 33 500 (Anrufe aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetzen sind kostenfrei).

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Tochter für die Zukunft alles Gute!

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