Kosten Kieferorthopädische Behandlung statt Zahnersatz

Guten Tag,
ich, 27 Jahre, habe seit vielen Jahren mittlerweile eine Zahnlücke im unteren Schneidezahnbereich. Ich habe viele Arztbesuche hinter mir, die eine Lösung für mein Problem bringen sollten. Problem deshalb, weil ein Implantat für die Lücke zu klein ist, sogar Mini-Implantate sind zu breit. Eine Klebebrücke sollte helfen, die hält aber nicht, über 2 Jahre haben meine Zahnärztin und ich es damit als Lösung versucht. Es geht einfach nicht. Von einer normalen Brücke will auch jeder befragte Arzt Abstand nehmen, da ich so schmale kleine Zähne habe, dass man zu viel von den benachbarten Zähnen abnehmen müsste, und von denen nur noch "zu schmale Stifte" übrig blieben, die zu überkronen wären. Letztendlich ist die einzig empfehlenswerte Behandlung eine kieferorthopädische Behandlung, um die Lücke zu schließen. Alle anderen Alternativen, die sonst gängig wären, sind bei mir zu riskant und würden in Zukunft womöglich noch viel höhere Kosten verursachen wenn die Folgeprobleme eintreten.
Ich weiß, dass normalerweise Kosten für kieferorthopädische Behandlungen nicht übernommen werden. Jedoch ist meine Situation ja nicht der Normalfall und die Behandlung nicht aus ästhetischen sondern medizinischen Gründen nötig. Die Lücke muss endlich geschlossen werden, da dort wo der Zahn war bereits ein massiver Knochenabbau stattgefunden hat, da dort keine "Beanspruchung" durch einen Zahn mehr ist.
Daher bitte ich Sie um eine Einschätzung meiner Situation.

Vielen Dank im Voraus und
liebe Grüße

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BARMER Kosten Kieferorthopädische Behandlung statt Zahnersatz

Guten Tag Katharina,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Die geschilderte Problematik können wir sehr gut nachvollziehen.
Nun ist es aber so, dass die gesetzlichen Krankenkassen nur unter ganz bestimmten Bedingungen eine Kostenzusage für eine kieferorthopädische Erwachsenenbehandlung erteilen dürfen. Nach dem Willen des Gesetzgebers ist das möglich, wenn eine schwere Kieferanomalie vorliegt, die ein Ausmaß hat, das kombiniert kieferchirurgische und kieferorthopädische Behandlungsmaßnahmen erfordert. Ist dies nicht der Fall, dürfen die Kassen definitiv keine Kostenzusage erteilen. Auch dann nicht, wenn die Behandlung nicht aus ästhetischen, sondern aus medizinischen Gründen geplant wird. Ein Handlungsspielraum für Ermessensentscheidungen ist den Krankenkassen nicht gegeben.

Wir wünschen Ihnen alles Gute.

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