IGeL sinnvoll und notwendig?

Ich war beim Urologen mit Beschwerden beim Wasserlassen und Erektionsproblemen! Es wurde eine klassische Untersuchung durchgeführt, jedoch ohne auffälligen Befund! Prostata leicht vergrössert (30 g). Zur weiteren Abklärung wurde ich an einen Kardiologen überwiesen! Soweit so gut! Der Urologe selbst wird ebenfalls weitere Untersuchungen durchführen; die allerdings von mir zu bezahlen sind! Jetzt würde mich natürlich interessieren, ob das norwendig ist! Es handelt sich hierbei um folgendes: Luteotropin Test Follitropintest Prolaktintest Testosterontest PSA (hier ist mir bekannt, dass und warum keine Übernahme dirch die GKV erfolgt) Immunglobullin (A, G und M) Tumormarker (SCC) Gesamtkosten rund 190 Euro Inwieweit ist das nun ok? Ich war da erste Mal bei diesem Arzt und bin mir eben noch nicht sicher!

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BARMER RE: IGeL sinnvoll und notwendig?

Hallo Cassandre,

wir bedanken uns für Ihren Beitrag und können Ihnen hierzu folgende Rückmeldung geben:

Probleme beim Wasserlassen können durch eine altersbedingte Vergrößerung der Prostata verursacht werden. Für Erektionsstörung sind jedoch auch internistische Hintergründe denkbar (beispielsweise durch Diabetes mellitus und/oder Dysfunktionen im Bereich von Leber, Herz oder Nieren). Auch Angststörungen sowie chronische Stressreaktionen rufen gegebenenfalls Erektionsstörungen hervor.

Daher ist zunächst die Bestimmung des Testosteronspiegels sinnvoll, um gegebenenfalls eine Irritation der Hormonproduktion feststellen zu können. Im Zuge dieser diagnostischen Maßnahme sollte auch das Körpergewicht und weiterführend der Körperfettanteil betrachtet werden, da dadurch ebenfalls die besagte Hormonproduktion beeinflusst wird. Falls noch nicht erfolgt, ist eine Ultraschalluntersuchung der Prostata empfehlenswert. Sollte dieser Befund auffällig sein, ist in der Regel eine Bestimmung des PSA-Wertes im Blut (prostataspezifische Antigen) sinnvoll. Wenn durch die bisher genannten Verfahren die Ursachen Ihrer Beschwerden nicht ermittelt werden können, müssen weitere diagnostische Maßnahmen - gegebenenfalls die von Ihnen benannten - überdacht werden.

Wir wünschen Ihnen alles Gute für die Zukunft!

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