Haarausfall

Ich bin 24 Jahre alt und mir gehen immer mehr die Haare aus. Ich habe schon eine sehr hohe Stirn und trage deswegen häufig eine Kappe oder Mütze. Ich möchte nicht schon mit 30 eine Glatze haben. Was kann ich dagegen tun? Gibt es Haarwuchsmittel, die wirklich helfen?

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BARMER: Haarausfall

Hallo Sven,

Haarausfall mit 24 Jahren ist eine Veränderung, die bei Ihnen wirklich sehr früh auftritt. Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass Sie einen vollständigen Haarverlust mit 30 Jahren zu erwarten haben.

Im Prinzip erleben viele von uns als Nordeuropäer früher oder später einen genetisch bedingten Haarausfall. Mädchen und Jungen, Frauen und Männer haben sich im Laufe vieler Jahre an diese Veränderungen bei Männern gewöhnt und ein voller Haarschopf ist nicht mehr in jedem Fall das Schönheitsideal. Viele kahlköpfige junge Männer, ob prominent oder nicht, gelten eher als attraktiv.

Die Wissenschaft und Industrie hat jedoch mittlerweile einige vielversprechende Konzepte entwickelt, die im Wesentlichen auf den biochemischen Vorgängen um das männliche Geschlechtshormon Testosteron beruhen. Voraussetzung ist dabei allerdings, dass keine behandlungsbedürftige Ursache des Haarausfalls wie z.B. eine Schilddrüsenfunktionsstörung vorliegt. Auch z.B. ein Eisenmangel kann Haarausfall bewirken, sowie verschiedene Medikamente. Diese Form des Haarausfalls ist in der Regel jedoch eher diffus und sorgt weniger für die typischen "Geheimratsecken". Ein Gang zum Hautarzt ist auf jeden Fall anzuraten.

Erfolgsversprechende Behandlungsmöglichkeiten gegen den sogenannten androgenetischen Haarausfall, insbesondere, wenn er frühzeitig auftritt, sind leider nicht ganz frei von möglichen Nebenwirkungen. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt darauf an, ob eines der genannten Präparate für Sie in Frage kommen könnte.

Als Medikament wird z.B. das Propecia angeboten, für eine örtliche Anwendung beispielsweise Regaine, das als Spray zweimal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen und einmassiert wird. Der Behandlung vorausgehen sollte eine ärztliche Untersuchung, des Weiteren sollten auch gelegentliche Kontrollen bei der Nutzung von Propecia oder Regaine erfolgen.

Viel Erfolg mit der Anwendung und alles Gute!

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Haarausfall

Übernimmt denn die Barmer Kosten für Mittel gegen Haarausfall, wie z.Bsp. das oben genannte Regaine?

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BARMER Haarausfall

Guten Tag Joost,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Mittel wie Regaine zählen zu den sogenannten Lifestyle-Arzneimitteln. Das sind Arzneimittel, die helfen, die persönliche Lebensqualität zu steigern. Der Gesetzgeber sieht vor, dass die Kosten für diese Mittel nicht von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen werden, sondern von den Versicherten zu tragen sind. Eine Kostenübernahme durch die BARMER ist daher leider nicht möglich.

Wir wünschen Ihnen alles Gute.

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