Ernährungsberatung §43 und §20 SGB V

Hallo, ich bin 33 und wiege 91 Kilo.
Laut meiner Ärztin handelt es sich um Übergewicht und wir haben bereits einen Blut und Urintest gemacht. Meine Werte seien in Ordnung, bis auf meinen Cholesterin-Wert, welcher etwas erhöht ist.

Ich bat meine Ärztin um Unterstützung beim Abnehmen und sie stelle mir ein grünes Rezept mit dem Hinweis "BMI 36" aus. Mehr wurde nicht auf dem Rezept vermerkt.
Bei der Barmer vor Ort teilte man mir mit, dass es heutzutage nicht mehr auf den BMI ankommt und man sich trotz hohen BMI wohlfühlen und gesund sein kann. Ebenso erwähnte man, dass auf dem Rezept nicht der §43 vermerkt sei und somit keine ärztlich verordnete Leistung (Krankheit) vorliegt. Eine Beteiligung der Barmer ist somit auch nicht möglich. Es handelt sich eher um eine präventive Maßnahme. Es wurden mir noch Gruppenkurse vorgestellt, wo eine Beteiligung 2 x im Jahr möglich sei.

Wie gehe ich jetzt damit um? Meine Ärztin sagt ich habe Übergewicht und ich müsse abnehmen und bei meiner Krankenkasse sagt man mir, der BMI und somit das Übergewicht ist noch nicht schlimm genug für eine Unterstützung???
Hat mich die Beraterin der Barmer nicht gut beraten oder meine Ärztin?
Soll ich trotzdem versuchen die Ernärhungsberatung mit einem Kostenvoranschlag zu machen?

Ich versuche schon seit über einem Jahr die Pfunde los zu werden und brauch jetzt einfach Ünterstützung, weil ich es alleine nicht schaffe und ich die gesundheitlichen Einschränkungen merke.

auf diesen Beitrag antworten

Antworten

RE: Ernährungsberatung §43 und §20 SGB V

Liebe Carla,
über ein Rezept / Überweisung Ihrer Hausärztin besteht die Möglichkeit einer individuellen
Ernährungsberatung bei einer qualifizierten und zertifizierten Ernährungsfachkraft, z. B. einer
Diätassistentin. Ihre Kasse muss das aber genehmigen, damit die Kosten (anteilig) erstattet
werden. In der Regel werden eine Erstberatung und 4 Folgeberatungen bezuschusst.
Leider ist es in der Praxis oft so, dass ein hoher BMI als alleinige Diagnose nicht ausreicht-
leider-, um die Ernährungsberatungen zu genehmigen und damit zu finanzieren.
Alternativ können Sie privat die Kosten tragen oder nehmen an einem Präventionskurs
zur Ernährungsumstellung teil, die Kasse bietet da einiges an. Hier werden die Kosten
bei regelmäßiger Teilnahme größtenteils übernommen.

Alles Gute für Sie und Ihre Gesundheit !
Mit den besten Grüßen
Constanze Buch

auf diesen Beitrag antworten

BARMER Ernährungsberatung §43 und §20 SGB V

Guten Tag Carla,

so pauschal können wir zu diesem Thema leider nichts sagen.

Gerne veranlassen wir eine erneute Prüfung Ihres Antrages. Bitte schicken Sie uns dazu Ihre Versichertendaten über das datenschutzsichere Kontaktformular unter www.barmer.de/socialmedia.

Vielen Dank!

auf diesen Beitrag antworten
auf diesen Beitrag antworten
Nach oben