Wurzelspitzenresektion

Hallo, bei mir wurde bereits eine Wurzelbehandlung durchgeführt am Backenzahn. Leider brachte dies nicht den erwünschten Effekt, sodass die Entzündung nun durch eine Wurzelspitzenresektion entfernt werden soll, da ich dauernd mit Fisteln an diesem Besagten Zahn zu tun habe. Nun habe ich mich aufklären lassen und mir wurde gesagt, dass ich 70 Euro für Material und Laborkosten selbst tragen müsste. In einem Röntgenbild wurde aber auch noch erkannt, dass der danebenstehende Zahn auch eine Entzündung hat und gleich mitgemacht werden soll. Also die doppelten Kosten. Ich bekomme leider zur Zeit Harz4 und kann diese Kosten nicht stemmen. Gibt es vielleicht eine möglichkeit über die Krankenkasse dies abzurechnen? Was übernimmt die Krankenkasse? Mfg

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BARMER Wurzelspitzenresektion

Guten Tag Frau/Herr Hoffmann,

die Barmer übernimmt die Kosten für eine Wurzelbehandlung, wenn der erkrankte Zahn dadurch erhaltungswürdig ist und es sich um eine vertragszahnärztliche Behandlung nach den Richtlinien handelt. Speziell bei der Behandlung der hinteren Backenzähne und einer etwaigen zweiten Wurzelbehandlung gibt es jedoch Einschränkungen.

Eine wiederholte Wurzelbehandlung ist vom Zahnarzt besonders kritisch zu prüfen. Lediglich bei im Röntgenbild erkennbaren nicht randständigen oder undichten Wurzelkanalfüllungen ist die Revision in der Regel angezeigt, wenn damit

- eine geschlossene Zahnreihe erhalten werden kann,
- eine einseitige Freiendsituation vermieden wird,
- der Erhalt von funktionstüchtigem Zahnersatz möglich wird.

Ist eine dieser Fragen positiv beantwortet und kann die Behandlung richtlinienkonform durchgeführt werden, kann die Wurzelbehandlung über die Versichertenkarte abgerechnet werden.

Ob es sich um eine vertragszahnärztliche richtlinienkonforme (Wiederholungs-)Wurzelbehandlung handelt entscheidet bzw. beurteilt ausschließlich der Mediziner, also Ihr Zahnarzt / Ihre Zahnärztin. Sofern nach zahnärztlichem Ermessen eine Wurzelbehandlung nicht richtlinienkonform durchgeführt werden kann, ist sie ggf. als Privatleistung zu erbringen. Die Kasse kann sich an diesen Kosten nicht beteiligen. Dann hat Ihr Zahnarzt / Ihre Zahnärztin Ihnen die Hintergründe darzulegen. Ihr Zahnarzt hat Sie also über die Art der geplanten Behandlung, deren Verlauf, Tragweite, Erfolgsaussichten, Risiken und mögliche Behandlungsalternativen aufzuklären. Welche medizinische Behandlungsmaßnahmen in Ihrem Fall letztendlich indiziert sind, entscheidet ausschließlich ihr behandelnder Zahnarzt / Ihre behandelnde Zahnärztin im Rahmen seiner / ihrer Therapiehoheit.

Wir wünschen Ihnen alles Gute.

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