Parodontosebehandlung

Mein Zahnarzt hat bei mir Parodontose festgestellt. Er meint, es müsse eine prfessionelle Zahnreinigung stattfinden, die mal eben 120 Euro kostet. Was hat das denn mit ner Parodontosebehandlung zu tun? Das gleiche hat mir ein anderer Zahnarzt schon mal gesagt, nur leider kann ich das Geld nicht aufbringen. Zahlt die Kasse denn was dazu oder muss ich jetzt wegen Armut auf eine Behandlung verzichten und darauf hoffen, dass die Parodontose nicht zu schnell fortschreitet??? Gruß Rigo

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BARMER Parodontosebehandlung

Guten Tag Frau Go,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Gern geben wir Auskunft. Die Kosten einer medizinisch notwendigen systematischen Parodontose-Behandlung (PA-Behandlung) durch eine Vertragszahnärztin bzw. einen Vertragszahnarzt werden im Rahmen der Sachleistung mit der Barmer abgerechnet. Eigenkosten für die Versicherten entstehen nicht. Voraussetzung ist jedoch, das die Zahnärztin bzw. der Zahnarzt vor Beginn der Behandlung einen entsprechenden Behandlungsplan erstellt und diesen zur Bewilligung bei der Barmer einreicht, da es sich um eine genehmigungspflichtige Leistung handelt.

Seit dem 21.03.2015 können Sie über das Bonusprogramm aktiv pluspunkten eine Zuschuss-Prämie im Wert von 50 Euro für eine dieser Gesundheitsleistungen erhalten:

- Professionelle Zahnreinigung

- Osteopathische Behandlung

- Akupunktur

- Sehhilfe

Um die Zuschuss-Prämie zu erhalten, müssen Sie mindestens 500 Punkte gesammelt haben. Wenn Ihrem aktiv pluspunkten-Konto 500 Punkte gutgeschrieben wurden, können Sie die Rechnung zusammen mit dem Bonusheft bei Ihrer Geschäftsstelle vor Ort einreichen und Sie erhalten Ihre Zuschussprämie.

Die 50 Euro Zuschuss-Prämie kann auch über 2 bzw. 3 Jahre angespart werden. Dann erhalten Sie eine 100 Euro- bzw. 150 Euro- Zuschuss-Prämie. Nähre Informationen zu unserem Bonusprogramm aktiv pluspunkten finden Sie auch hier .

Wir wünschen Ihnen alles Gute.

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RE: Parodontosebehandlung

Wo oder wie kann ich sehen, ob ich diese 500 Punkte erreicht habe oder erreiche kann

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BARMER Parodontosebehandlung

Guten Tag Frau Roters,

wer sportlich aktiv ist, beugt Krankheiten vor. Die Barmer unterstützt daher das Engagement ihrer Versicherten für deren Gesundheit – mit dem Bonusprogramm.

Mitmachen ist dabei ganz einfach: Wer Mitglied im Fitnessstudio oder Sportverein ist, Sport- oder Ernährungskurse besucht, sammelt damit Punkte. Sind Sie aktiver Punktesammler, dann lassen Sie sich Ihre sportlichen Aktivitäten, Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen, vom Studio, Verein oder von der Arztpraxis mit Stempel und Unterschrift bestätigen. Und zwar auf der Bonuskarte. Auf dieser tragen Sie jede Aktion mit der jeweiligen Punktezahl ein. Ab drei Aktivitäten im Kalenderjahr winkt schon eine Prämie. Weitere Informationen zum Bonusprogramm.

Gerne stehen wir Ihnen auch für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns hierzu unter der 0800 333 10 10.

Wir wünschen Ihnen alles Gute.

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RE: Parodontosebehandlung

Hallo, übernehmen Sie auch die Kosten der PA-Vorbehandlung?
Röntgenaufnahme ect? In meinem Fall 85,- €
Gruß C. Herbold

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BARMER Parodontosebehandlung

Guten Tag Herr Herbold,

wir freuen uns, dass wir Sie persönlich beraten durften und wünschen Ihnen alles Gute.

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RE: Parodontosebehandlung

Mein Zahnarzt meinte, damit die gesetzliche Versicherung die Paradontosebehandlung übernimmt, wäre eine zweimalige Paradontalvorbehandlung (laut Kostenaufstellung ist dies eine professionelle Zahnreinigung mit Flouridierung, Behandlungskosten 'a 145,82 Euro) notwendig. Ist das so richtig?

Ebenso würde mich interessieren, was eine Parodontosebehandlung eigentlich ist. Ich bekomme hier unterschiedliche Informationen: vom schlichten Ausspülen der Taschen bis zum Aufschneiden des Zahnfleisches. Gibt es in der Bahandlung Unterschiede von Kassen- zu Privatpatienten?

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BARMER Parodontosebehandlung

Guten Tag M. Ü.,

vielen Dank für Ihren interessanten Beitrag. Gerne möchten wir ihnen folgende Informationen geben.
Bei der Parodontitis handelt es sich um eine chronische Erkrankung, die nicht mit einer einzigen Behandlung durch den Zahnarzt allein gestoppt oder gar geheilt werden kann. Sie erfordert ständige Mitarbeit und Bemühungen des Patienten um eine sorgfältige Mundhygiene.

Ob eine Parodontitis-Behandlung medizinisch notwendig ist und von der Kasse bezahlt wird, ist an der Tiefe der Zahnfleischtaschen zu erkennen. Wenn diese tiefer als 3,5 mm sind, fällt die Behandlung in die Leistungspflicht der Krankenkasse. Oft ist das Zahnfleisch aber durch Zahnstein und Beläge angeschwollen und die Taschen scheinen zunächst tiefer zu sein, als sie tatsächlich sind.

Deshalb kann eine genaue Befunderhebung erst erfolgen, wenn die oberflächlichen Beläge und Konkremente entfernt und zusätzliche Reize für das Zahnfleisch, wie z.B. überstehende Füllungsränder, geglättet sind. Aus diesen Maßnahmen besteht die sogenannte Vorbehandlung, die nach den Behandlungsrichtlinien verpflichtend durchgeführt werden muss. Sie erfolgt in der Regel durch eine professionelle Zahnreinigung (PZR), die vom Versicherten - auch als Nachweis seiner Bereitschaft zur eigenen Mitarbeit - selbst gezahlt werden muss. Dieses Vorgehen ist sinnvoll, jedoch darf eine Kassenleistung nicht von einer Privatleistung abhängig gemacht werden. Wenn Sie die PZR nicht wünschen, sprechen Sie bitte Ihren Zahnarzt auf Alternativen an.

Die Behandlung selbst besteht in einer genauen und tiefen Reinigung der Zahn- und Wurzeloberflächen. Der Biofilm, der sich auf den Zahnwurzeln befindet und aus Ablagerungen, abgestorbenen Zellen und vor allem Bakterien besteht, muss mechanisch entfernt werden. Zusätzlich können Mittel zur Desinfektion der Zahnfleischtaschen angewandt werden.
Chirurgisches Vorgehen ("Aufschneiden des Zahnfleisches") ist nur bei sehr tiefen Taschen und nur in Ausnahmefällen notwendig. Es muss separat beantragt werden.

Um den Erfolg der Behandlung zu sichern, sind eine sorgfältige häusliche Mundhygiene und regelmäßige Kontrollen durch den Zahnarzt erforderlich.

Die Kosten einer medizinisch notwendigen systematischen Parodontose-Behandlung (PA-Behandlung) durch eine Vertragszahnärtzin bzw einen Vertragszahnarzt werden im Rahmen der Sachleistung mit der Barmer abgerechnet. Voraussetzung ist jedoch, dass die Zahnärztin bzw. der Zahnarzt vor Beginn der Behandlung einen entsprechenden Behandlungsplan erstellt und diesen zur Bewilligung bei der Barmer einreicht, da es sich um eine genehmigungspflichtige Leistung handelt.

Wenn die Voraussetzungen für eine Parodontosehandlung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vorliegen, kann nach Bewilligung des hierfür erforderlichen Antrages eine Abrechnung zu Kassenlasten erfolgen. Es ist weder vorgesehen noch statthaft, die Erbringung einer Kassenleistung von der Inanspruchnahme ausschließlich privat zu liquidierender, außervertraglicher Behandlungsmaßnahmen - wie z. B. einer PZR - abhängig zu machen. Die Auskunft Ihres Zahnarztes kann in dieser Form von uns nicht bestätigt werden.

Welche medizinischen Behandlungsmaßnahmen in ihrem Fall indiziert sind, entscheidet der behandelnde Zahnarzt im Rahmen seiner Therapiehoheit. Ihr Zahnarzt hat Sie also über die Art der geplanten Behandlung, deren Verlauf, Tragweite, Erfolgsaussichten, Risiken und mögliche Behandlungsalternativen aufzuklären. Bestehen Sie auf eine umfassende und für Sie verständliche Information.

Wir hoffen, wir konnten Ihre Fragen beantworten und stehen bei weiteren Unklarheiten gerne zur Verfügung.

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RE: Parodontosebehandlung

Kann und darf die Barmer Zahnärzte nennen die eine nötige Parodontose-Behandlung ohne PZR durchführen? Z.B. im Raum Erftstadt.

Kann die nötige PZR auf keinen Fall von der Barmer übernommen werden?
Hier geht es schließlich um eine PZR im Rahmen einer nötigen Parodontose-Behandlung, und nicht dass die Barmer den "Lifestyle"einer halbjährlichen PZR zahlen soll.

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BARMER Parodontosebehandlung

Guten Tag Anonymos,

als Krankenkasse dürfen wir keine (Zahn-)Ärzte empfehlen. Über den Arztlotsen – ein Kooperationsangebot der Barmer mit dem vdek – können Sie Fachärzte suchen.

Die PZR unterstützen wir im Rahmen unseres Bonusprogrammes. Eine Kostenbeteiligung an sich kann nicht erfolgen.

Gerne stehen wir Ihnen für eine individuelle Beratung über unseren Telefonservice oder in Ihrer Geschäftsstelle vor Ort zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

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RE: Parodontosebehandlung

Das beweist wieder, dass bei den gesetzlichen KVen mafiöse Strukturen (ähnlich Schutzgeld) Programm sind. Das ist kein Alleinstellungs-Merkmal der BARMER, das gilt für alle KVen. Hier werden oftmals Privatleistungen als Voraussetzung für eine sogenannte Kassenleistung verlangt. Ohne die Leistungen, die im Laufe der Behandlung dann noch erforderlich sind undebenfalls nicht übernommen werden. Die Zahnärzte und die kranken Kassen(!) arbeiten hier angeblich zum Wohle des Patienten, aber jedenfalls zu Lasten dessen Geldbeutels erfolgreich zusammen.

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