Komplette Zahnsanierung unter Vollnarkose

Hallo.

Ich bin sehr lange nicht beim Zahnarzt gewesen, da ich panische Angst vorm Zahnarzt habe was auch meine Zahnärztin bestätigt hat.
Meine Frage ist, ob die Krankenkasse die Kosten für die Zahnsanierung übernimmt in Vollnarkose da es bei mir nicht anders zu machen ist.
Ich brauche unbedingt Hilfe da ich nicht mehr ein und aus weiß was ich machen soll.

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BARMER Komplette Zahnsanierung unter Vollnarkose

Guten Tag Herr W.,

die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) trägt die Kosten für eine Vollnarkose nur bei medizinischer Notwendigkeit, also dann, wenn eine andere Form der Schmerzausschaltung (zum Beispiel eine Lokalanästhesie) nicht möglich ist. Die Entscheidung hierüber trifft ausschließlich der behandelnde Zahnarzt, eine Kostenübernahmeerklärung seitens der Krankenkassen ist weder vorgesehen noch erforderlich und auch nicht statthaft.

Die Leistungen werden bei Vorliegen aller Voraussetzungen über den Facharzt für Anästhesie erbracht und über die jeweils zuständige Kassenärztliche Vereinigung abgerechnet (Abrechnung über die Krankenversichertenkarte). In folgenden Fällen ist eine Vollnarkose in der Regel zu Lasten der GKV möglich:

• Kinder unter 12 Jahren, die nicht mit dem Zahnarzt zusammenarbeiten und deshalb unter örtlicher Betäubung nicht behandelt werden können.
• Patienten, die wegen mangelnder Kooperation bei geistiger Behinderung oder schweren Bewegungsstörungen eine Vollnarkose benötigen.
• Patienten, die schwere, ärztlich anerkannte Angstreaktionen zeigen und deshalb nicht unter örtlicher Betäubung behandelt werden können.
• Patienten, bei denen Beruhigungsmittel oder örtliche Betäubungsmittel wegen einer organischen Erkrankung oder Allergie nicht eingesetzt werden dürfen.
• Patienten, denen ein größerer chirurgischer Eingriff bevorsteht, der nicht unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann.

Ob eine geplante Vollnarkose jedoch tatsächlich zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen abrechnungsfähig ist und die dafür erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind, hat ausschließlich der behandelnde Zahnarzt/Kieferchirurg zu entscheiden. Es kommt dabei immer auf die Umstände des Einzelfalles an, eine Beurteilung seitens der Krankenkassen verbietet sich u.a. schon wegen fehlender medizinischer Fachkenntnisse.

Wir empfehlen Ihnen deshalb zunächst das Gespräch mit Ihrem Zahnarzt und wünschen Ihnen alles Gute.

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