Kieferorthopädische Versorgung des Kindes

Meine Tochter soll mehrere Spangen bekommen. Erst eine zum Dehnen des Oberkiefers, dann eine lose Spange für den Unterkiefer und abschließend noch eine feste unten. So kommt die stattliche Summe von 1679 zusammen, Eigenanteil 1279. Welche der Leistungen ist denn nun sinnvoll, welche überflüssig? Es geht um: Manuelle Strukturanalyse (150), Instrumentelle Funktionsdiagnostik (245), zusätzliche Diagnostik (156), Indirektes Kleben der Brackets (385), Zahnreinigung (3x) und Versiegelung der Zähne (411), superelastischer Bogen (151), Retainer (330). Vielen Dank! Iris Schmidt

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BARMER Kieferorthopädische Versorgung des Kindes

Guten Tag Frau Schmidt,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Die Krankenkassen übernehmen bei einer kieferorthopädischen Behandlung alle notwenigen Basisleistungen. Darüber hinaus stellen viele Kieferorthopäden Extraleistungen in Rechnung. Das Ziel der Behandlung wird mit der Basisleistung normalerweise genauso erreicht, die Zusatzleistungen dienen darüber hinaus der Sicherheit und dem Komfort. So wird bei der genannten Glattflächenversiegelung das Kariesrisiko reduziert, weil mit der Zahnspange das Zähneputzen erschwert ist und dadurch eine erhöhte Kariesgefahr besteht. Keramikbrackets sehen zwar besser aus, sind aber für den Kieferorthopäden schwieriger zu handhaben, so dass es beim Entfernen, in seltenen Fällen zu Schmelzrissen kommen kann. Bei selbstligierenden Brackets hält ein Clip den Zahnspangendraht im Slot des Brackets. Es kann ohne die Gummizüge, die bei anderen Systemen den Draht in den Brackets befestigen, gearbeitet werden. Diese Technik ermöglicht Zahnbewegungen mit kleinen Kräften. Man gewinnt Zeit, da das gewünschte Ergebnis schneller und schonender erreicht wird. Selbstligierende Brackets gibt es in Keramik und in Metall. Thermoelastische Bögen sind für die erste Phase der kieferorthopädischen Behandlung durchaus sinnvoll. Der Thermobogen verhindert Wurzelverkürzungen durch ungleichmäßigen Zug auf die Zähne. Der Thermobogen ist angenehmer und kann vom Kind durch Eislutschen zur Entlastung etwas beeinflusst werden. Ein Retainer verhindert, dass sich die Zähne in der Stellung wieder zurück verändern. Der herausnehmbare nächtlich zu tragende Retainer erfüllt den gleichen Zweck wie der mit Kunststoff hinter den Frontzähnen befestigte Drahtretainer. Der Drahtretainer bietet mehr Komfort und mehr Sicherheit, bedeutet aber auch mehr Aufwand bei der täglichen Zahnreinigung. Bei Patienten ohne Beschwerden ist eine Funktionsdiagnostik vor Beginn der Behandlung nicht erforderlich. Sie dient eher der rechtlichen Absicherung des Kieferorthopäden.

Welche dieser Extraleistungen Sie für Ihre Tochter in Anspruch nehmen, ist sehr von Ihren individuellen Bedürfnissen abhängig und entscheiden Sie selbst. Verstehen Sie diese Leistungen als Angebot des Kieferorthopäden, das Sie in Anspruch nehmen können oder auch nicht.

Wir wünschen Ihrer Tochter bei der bevorstehenden kieferorthopädischen Behandlung viel Erfolg!

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