Dauerschmerz nach Abschleifen

Guten Abend,

zwei meiner Backenzähne wurden im Rahmen einer Versorgung mit Kronen vor fast zwei Wochen abgeschliffen. Direkt nach dem Abschleifen haben starke Schmerzen angefangen. Die zwei Zähne sind kälteempfindlich und ich spüre einen Loslassschmerz, d.h., wenn ich ich auf das Provisorium drücke und es dann rasch loslasse, Schmerzt es.

Das Schlimme ist jedoch, dass der Schmerz dann kurz aufhört, aber danach zu einem Dauerschmerz wird. Es zieht in der gesamten Backe. Die Schmerzen gehen mit Ibuprofen 600 sofort für ca. 20 Stunden weg, d.h. nach Einnahme der Tablette verschwindet der Dauerschmerz und auch die Kälteempfindlichkeit.

Meine Fragen:
-ist das noch "normal"?
-wie kann in einem solchen Fall eine Entzündung der Zahnwurzel ausgeschlossen werden? Vor dem Abschleifen wurde ein Bild gemacht, auf dem nichts Negatives zu erkennen war. Auch hatte ich davor keinerlei Beschwerden, also keine Schmerzen und keine Kälteempfindlichkeit.

Ich möchte mir sicher sein, dass diese Schmerzen nach dem Einsetzen der echten Krone verschwinden, aber da es ein starker Dauerschmerz ist, zweifle ich irgendwie daran.

Vielen Dank.

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BARMER Dauerschmerz nach Abschleifen

Guten Tag Lisa,


gerne geben wir Ihnen eine Rückmeldung und hoffen Ihnen dadurch helfen zu können.
Leichte Beschwerden, wie eine erhöhte Temperaturempfindlichkeit (in erster Linie kalte Lebensmittel) und leichte Aufbissbeschwerden im Rahmen der Provisorienversorgung, stellen eine häufige Komplikation dar, klingen in der Regel aber zeitnah ab.
Diese Symptomatik ist somit ist für den Patienten unangenehm, aber als unproblematisch anzusehen.
Stärkere Beschwerden, Dauerschmerz oder auch eine ausgeprägte Sensibilität auf warme und heiße Lebensmittel können jedoch ein Hinweis auf eine mögliche ausgeprägte Entzündungsreaktion des Zahnnervs sein, welche sich unter Umständen auch als irreversibel (nicht umkehrbar) darstellen kann.
In diesem Fall wäre eine Wurzelkanalbehandlung zu überlegen.

Der hier dargestellte Dauerschmerz kann als Hinweis für eine vorhandene, ausgeprägte Reizung / Entzündungsreaktion des Zahnes gewertet werden.
In jedem Fall muss vor dem endgültigen Eingliedern der Versorgung die Kronentauglichkeit überprüft werden.

Unter Berücksichtigung der Ausgangssituation, also der Vorschädigung, der vorhandenen Füllungen und dem Ausmaß der kariösen Defekte kann ein Auftreten der Beschwerden an zwei zeitgleich präparierten Zähnen den Hinweis auf eine möglicher Weise zu forcierten Präparation (verstärkten Abschleifen des Zahnes)
(beispielsweise Substanzabtrag, Präparationsdruck und / oder Kühlung) geben.

Eine Röntgendiagnostik ist im Rahmen dieser Fragestellung nur sehr eingeschränkt hilfreich,
da sie zum einen dem zeitlichen Geschehen hinterherhinkt, und zum anderen einen entsprechenden Unterschied der Knochendichte benötigt, um eine Darstellung zu ermöglichen.

Entscheidend ist hier die Symptomatik und deren Verlauf sowie die Diagnostik der Zähne zum Zeitpunkt der endgültigen Versorgung.
Gerne können Sie sich für zusätzliche Informationen und Beratung an unseren BARMER Teledoktor wenden. Sie erreichen die Experten unter der Rufnummer 0800 33 33 500 (Anrufe aus den deutschen Fest- und Mobilfunknetzen sind kostenfrei). Bei Bedarf recherchieren die Kollegen auch entsprechende Adressen für Sie.

Wir wünschen Ihnen alles Gute!

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