Unterzuckersymptome ohne Unterzucker

Liebes Expertenteam,

auf der Such nach einer Lösung für mein Problem bin ich auf diese Seite hier gestoßen und freue mich gerade riesig, die Möglichkeit zu haben, Experten nach ihrer Meinung fragen zu können.
Ich probiere mich bzgl. der Schilderung meines Problems kurz zu halten, was mir aber ziemlich sicher nicht gelingen wird ^^

Kurz zu meiner Person: 
Ich bin weiblich, 40 Jahre alt, mein BMI beträgt mittlerweile 32
Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion und nehme täglich L-Thyroxin 150

Jetzt zu meinem Problem:
Zusammengefasst ist es so, dass ich nach wenigen Stunden ohne Nahrungsaufnahme in einen Zustand komme, der den Symptomen einer Unterzuckerung gleicht: Zittern, Schwindel, Kopfschmerzen, Herzstolpern, Muskelverspannung, Verwirrtheit, Apathie und insbesondere ein extremes Schwächegefühl. Diese Symptome sind so stark, dass ich beispielsweise nicht mehr dazu in der Lage bin, Auto zu fahren. Je länger ich nichts esse, desto schlechter geht es mir.
Der Punkt ist, dass mein Blutzucker während dieser Zeit nicht erniedrigt ist. Die Symptome verschwinden auch nicht, sobald ich etwas esse. Im Gegenteil. Esse ich dann Kohlenhydrate, beginnt mein Herz zu rasen und so stark zu klopfen, dass ich den Herzschlag förmlich sehen kann (proteinreiches Essen mit wenig Kohlenhydraten verändert die Symptome nicht). Bin ich einmal in diesem Zustand, brauche ich trotz essen mindestens Stunden um mich von dieser „Unterzuckerung“ zu erholen, meist sogar Tage. Diese Zeit ist weiterhin begleitet von Zittern, Schwindel, Schwäche und dem Gefühl, sich kaum aufrecht halten zu können. Ich fühle mich regelrecht krank. Die Symptome klingen dann ganz langsam wieder ab. Allerdings nur, wenn ich regelmäßig Kohlenhydrate zu mir nehme.

Bisher konnte mir kein Arzt sagen, woran das liegt.

Ich habe das Problem der gefühlten Unterzuckerung sicherlich seit 15 Jahren. Ich fühlte mich damals immer krank, war blass, schwach. Dann, in den letzten ca. 7 Jahren, ging es mir besser, allerdings habe ich in diesem Zeitraum fast 40 Kilo zugenommen. Rückblickend muss ich ehrlich sagen, dass für die Gewichtszunahme sicherlich die Tatsache verantwortlich war, dass ich begann, in erster Linie Kohlenhydrate zu essen. Alle paar Stunden. Ich habe buchstäblich gegen die Symptome gegessen. Was theoretisch ja geklappt hat, ich fühlte mich besser. Nur in Bezug auf das Gewicht geht das natürlich nicht länger so weiter.

Vor zwei Wochen habe ich – um endlich wieder an Gewicht zu verlieren – begonnen, die Energiezufuhr zu reduzieren: FdH, weniger Kohlenhydrate, mehr Proteine, sowie längere Pausen zwischen den Malzeiten, keine Kohlenhydrate zwischenrein. Und prompt waren alle Symptome wieder da. Es geht mir wieder so schlecht wie damals. Ich komme erneut über Tage nicht aus diesen Symptomen heraus. Was mir bleibt, ist wieder regelmäßig Kohlenhydrate zu essen. Und weiterhin zuzunehmen.

Es kann so aber nicht weitergehen. Ich bin völlig ratlos und weiß nicht, wie ich mich verhalten soll.

Daher die Frage: Haben Sie eine Idee, was hinter dieser Problematik stecken könnte? Oder was ich tun kann, um der Lösung des Problems ein bisschen näher zu kommen?

Ich danke Ihnen vielmals für das Lesen dieses langen Textes und freue mich über jeden Hinweis und jede Idee, der ich nachgehen könnte.

Herzliche Grüße
Nik


P.S.: Eine Sache ist vielleicht noch erwähnenswert, daher fasse ich sie kurz zusammen:

Vor ca. 8 Jahren wurde bzgl. dieser Symptome ein 72h Hungertest gemacht. Dieser war in Bezug auf Unterzuckerungen unauffällig. Erwähnenswert finde ich dennoch, dass sich ca. 2,5 Stunden nach dem Trinken der Glukoselösung das Insulin wieder erhöht hat und daraufhin der Blutzucker auf rund 62 abgefallen ist. Die Symptome waren in diesem Zeitraum wie oben beschrieben. Der Blutzucker hat sich danach wieder zügig erhöht. Der niedrigste Wert, der während der 72h gemessen wurde, war 56.
Am Auffälligsten war aber der Blutzuckerwert nach dem ersten Essen am Ende des Hungertests (Brötchen mit Marmelade). Dieser stieg 2,5 h nach dem Essen bis auf 305 an. Es passierte nach dem Fasten also das genaue Gegenteil im Vergleich zum Start des Hungertests. Da ich aber bzgl. möglicher Unterzuckerungen in der Klinik und zu diesem Zeitpunkt auch bereits entlassen war, blieb der hohe Zuckerwert leider unkommentiert. Bis heute. Ich kann nicht sagen, ob es einen solchen Blutzuckeranstieg häufiger gab bzw. gibt, bei einem damaligen HbA1c von 4,4 klingt das aber, denke ich, eher unwahrscheinlich, sondern war vielleicht eher eine Reaktion auf das Fasten.

Während der 72h ging es mir im Übrigen ebenfalls sehr schlecht. Da es aber keinen Zusammenhang zum Blutzuckerspiegel gab, wurden meine Symptome nicht berücksichtigt.

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BARMER Unterzuckersymptome ohne Unterzucker

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