Rechengrößen

Welche Bezugsgrößen gelten in der Sozialversicherung? Ab welchem Einkommen sind Beschäftigte versicherungspflichtig? Und wie lauten die Beitragsbemessungsgrenzen? Hier finden Sie einen Überblick zu allen Werten für 2020.

Zum Jahreswechsel ändern sich die Rechengrößen und Bezugswerte in der Sozialversicherung. Die wichtigsten Änderungen haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Hier lesen Sie Details zu:

Jedes Jahr werden die Beitragsbemessungsgrenzen von der Bundesregierung neu festgelegt. Die Anpassung geschieht im Verhältnis zu den Bruttolohn- und Bruttogehaltssummen der Arbeitnehmer vom Vorjahr. Wir informieren Sie über die Werte, die für das Jahr 2020 gelten.

Beitragsbemessungsgrenzen 2020 (2019)

ZeitraumKranken- und PflegeversicherungRenten- und Arbeitslosen- versicherungRenten- und Arbeitslosen- Versicherung – nur neue Bundesländer und Ost-Berlin.
Kalendertag156,25 Euro
(151,25 Euro)
230,00 Euro 
(223,33 Euro)
215,00 Euro
(205,00 Euro)
Woche1.093,75 Euro
(1.058,75 Euro)
1.610,00 Euro
(1.563,33 Euro)
1.505,00 Euro
(1.435,00 Euro)
Monat4.687,50 Euro
(4.537,50 Euro)
6.900,00 Euro
(6.700,00 Euro)
6.450,00 Euro
(6.150,00 Euro)
Jahr56.250,00 Euro
(54.450,00 Euro)
82.800,00 Euro
(80.400,00 Euro)
77.400,00 Euro
(73.800,00 Euro)

In der knappschaftlichen Rentenversicherung betragen die Beitragsbemessungsgrenzen:

  • 101.400 Euro jährlich (2019 98.400 Euro) und 8.450 Euro monatlich (2019 8.200 Euro) in den alten Bundesländern
  • 94.800 Euro jährlich (2019 91.200 Euro) und 7.900 Euro monatlich (2019 7.600 Euro) in den neuen Bundesländern

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze für das Jahr 2020 in der Krankenversicherung beträgt 62.550,00 Euro (2019 60.750,00 Euro).

Arbeitnehmer sind krankenversicherungsfrei, wenn ihr regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt die Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt und bei vorausschauender Betrachtung auch die ab dem folgendem Kalenderjahr an geltende Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt.

Für Arbeitnehmer, die am 31. Dezember 2002 wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfrei und privat krankenversichert (Vollversicherung) waren, gilt im Jahr 2020 eine Krankenversicherungspflichtgrenze von 56.250,00 Euro (2019 54.450,00 Euro).

Bei Beschäftigten mit einem regelmäßigen monatlichen Arbeitsentgelt von 450,01 Euro bis 1.300,00 Euro tragen Arbeitnehmer nur einen reduzierten Beitragsanteil. Der Arbeitgeberanteil wird dagegen nach dem vollen Entgelt errechnet.

Der für die Berechnung des verminderten Gesamtsozialversicherungsbeitrags maßgebliche Faktor F beträgt im Jahr 2020 0,7547. Die vereinfachte Gleitzonenformel lautet somit:

Beitragspflichtige Einnahme = 1,1298647 x Arbeitsentgelt -  168,8241176 Euro

Die Geringfügigkeitsgrenze bleibt im Jahr 2020 bundeseinheitlich bei 450 Euro monatlich.
Bis zu einer Ausbildungsvergütung von 325 Euro monatlich trägt der Arbeitgeber für im Rahmen der betrieblichen Ausbildung Beschäftigte die Beiträge alleine.

Die Bezugsgröße ist für viele Werte in der Sozialversicherung von Bedeutung. Sie beträgt im Jahr 2020:

  • für die Kranken- und Pflegeversicherung bundesweit 3.185,00 Euro monatlich (2019 3.115,00 Euro) 
  • für die Renten- und Arbeitslosenversicherung West 3.185,00 Euro monatlich (2019 3.115,00 Euro)
  • für die Renten- und Arbeitslosenversicherung Ost 3010,00 Euro monatlich (2019 2.870,00 Euro) 
Hier gelangen Sie zu den aktuellen Fälligkeitsterminen.


Webcode dieser Seite: f000034 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 30.12.2019
Nach oben