Zwei junge Männer arbeiten in einem Versandlager
Beschäftigung von Studierenden

450-Euro-Minijobs für Studenten: flexibel und zeitlich unbegrenzt

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Autor

  • Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

  • Steffen Haag (Barmer)

Viel los in Ihrer Firma? Aber immer nur zu bestimmten Zeiten, wie abends oder an den Wochenenden? Dann lohnt es sich, einen Studenten als Minijobber einzustellen, der zu Stoßzeiten aushilft.

Regelmäßige Beschäftigung mit einer Verdienstgrenze von 450 Euro

Bei diesem Modell der sogenannten geringfügigen Beschäftigung zahlen Sie ein monatliches Entgelt von maximal 450 Euro. Eine zeitliche Begrenzung für die wöchentliche Arbeitszeit wie bei Werkstudentenjobs gibt es bei Minijobs, die neben dem Studium ausgeübt werden, nicht. Aber: Auch Studenten mit Minijobs haben Anspruch auf einen gesetzlichen Mindestlohn. Da dieser momentan bei 9,82 Euro pro Stunde liegt, darf der Studierende maximal 46 Stunden pro Monat für Sie arbeiten.

Welche Sozialversicherungsbeiträge fallen für Studenten-Minijobs an?

Für Studenten fallen bei einem 450-Euro-Minijob keine Beiträge zur Kranken-, Pflege- oder Arbeitslosenversicherung an. Lediglich für die Rentenversicherung müssen Ihre Minijobber Beiträge zahlen, von denen sie sich aber befreien lassen können.

Sie als Arbeitgeber zahlen Pauschalbeiträge – für die Krankenversicherung sind das 13 Prozent und für die Rentenversicherung 15 Prozent. Außerdem führen Sie pauschal zwei Prozent als Steuer an das Finanzamt ab.

Studierende, die auf 450-Euro-Basis bei Ihnen tätig und 25 Jahre oder jünger sind, können übrigens problemlos in der kostenfreien Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkasse bleiben.

Mehrere Minijobs bei verschiedenen Arbeitgebern: Ist das möglich?

Grundsätzlich kann Ihre studentische Aushilfskraft neben dem Minijob bei Ihnen auch noch weitere Minijobs ausüben. Allerdings darf sie insgesamt nicht mehr als 450 Euro monatlich verdienen. Sie überschreitet sonst die Verdienstgrenze und alle Jobs sind versicherungspflichtig – und damit keine Minijobs mehr. Erkundigen Sie sich deshalb, ob Ihr Minijobber noch bei einer anderen Firma geringfügig beschäftigt ist.

Hinweis:
Als Arbeitgeber sind Sie dazu verpflichtet, Ihre studentischen Minijobber bei der Minijob-Zentrale anzumelden und monatliche Abgaben zu zahlen. Melden Sie den Minijob nicht an, handeln Sie ordnungswidrig und können dafür empfindliche Geldbußen kassieren.

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