Eine Frau mit Mundschutz steht vor einem illustrierten grauen Hintergrund.
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Was macht Corona aus unserer (mobilen) Arbeit?

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Redaktion

  • Barmer Internetredaktion

Corona scheint die Flexibilisierung und Digitalisierung von Bildung, Kommunikation und Arbeitswelt beträchtlich beschleunigt zu haben. Vor der Pandemie wurden durchschnittlich 15,9 Stunden pro Woche mobil gearbeitet. Während der Pandemie wuchs die Zahl auf 35,7 Stunden an. Umso wichtiger ist es, auf die Folgen dieser Umstellungen für die einzelnen Beschäftigten zu schauen. 

Die Grafik zeigt die Verteilung der Beschäftigten nach mobiler Arbeit vor/während Corona

Wie verändert Corona unsere Arbeitswelt?

Durch die Pandemie entsteht ein hoher Druck zur Umstellung der Arbeitsweise, gewohnter Abläufe und technischer Anwendungen. Dieser Anpassungsdruck könnte einen entscheidenden Faktor für die soziale Gesundheit darstellen. Haben wir vorher gar nicht mobil gearbeitet und jetzt besonders viel, ist das Level an Umstellung am höchsten – und damit auch der mögliche Stress. Wer kann überhaupt mobil arbeiten?

Das Virus ist aktiv. Und was macht unsere Leistung?

Sind wir konzentriert oder abgelenkt? Sind wir motiviert oder empfinden wir neue Prozesse als Belastung? Wir haben die Veränderung dieser Wahrnehmung im Vergleich von Zeiten vor und während Corona untersucht. Die Kommunikation und die Koordination mit den Arbeitskollegen wurden innerhalb kurzer Frist auf digitale Medien umgestellt. Dadurch hat sich die individuelle Einschätzung von Produktivität verändert. Je größer dieser Unterschied ist, umso mehr fühlen wir uns gestresst.

Die Grafik zeigt: Vergleich von mobil und nicht mobil Beschäftigten.

Der Umgang mit mobiler Arbeit will geübt sein

Corona wirkt als Katalysator für die Zukunft der Arbeit in Deutschland – rund 18 Prozent der Beschäftigten mussten sich neu auf mobile Arbeit einstellen und das Ausmaß an mobilen Arbeitsstunden hat sich landesweit verdoppelt. Mobil arbeitende Beschäftigte weisen dabei im Mittel eine etwas bessere Gesundheitswahrnehmung und Performanz auf als nicht mobile Beschäftigte.

Es zeigt sich aber auch, dass mobile Beschäftigte, die bereits vor Corona mobil gearbeitet haben, in bestimmten Bereichen besser abschneiden als erstmals mobil Tätige. Dies deutet darauf hin, dass der Umgang mit mobiler Arbeit geübt sein will – auf Ebene des einzelnen Beschäftigten, des Teams und des gesamten Unternehmens.

Die Grafik zeigt: Performanz während Corona im Vergleich zur Arbeitsleitung vor Corona für mobile und nicht mobile Beschäftigte.
Vergleich der Produktivität während Corona für alle mobil Beschäftigten im Vergleich zu allen nicht mobil Beschäftigten.

Kostenfreier Download: Alle Ergebnisse aus der Studie

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