Eine junge Frau tanzt an einer Bushaltestelle

In deinem Leben gibst du den Takt vor

Der Notenschlüssel zu deinem Lebensrezept? Musik und Tanz. Dabei ist es natürlich egal, ob es sich um Rock, Pop, Jazz oder Klassik, um Hip-Hop, Modern Dance, Steppen oder Ausdruckstanz handelt. Musik ist für jedes Ohr gemacht und unmusikalisch ist per se: niemand. Du gehst im wahrsten Sinne des Wortes tänzelnd durchs Leben und hast in der Musik den idealen Begleiter für ein glückliches und gesundes Leben gefunden. Vom ersten Augenaufschlag, morgens beim Weckerklingeln, bis zum letzten Wimpernzucken, abends im Bett – für jede Stimmung findest du den idealen Sound.

Musik in allen Lebenslagen

Es gibt Musik für den Morgen, Musik zum Lernen und Konzentrieren, Musik zum Einschlafen und zum Party machen – Musik ist ein Begleiter in allen Lebenslagen und lässt unseren Geist vibrieren wie das tiefe Surren einer Bassgitarre. Dein musikalisches Lebensrezept ist eine wohlklingende Sinfonie, deren Orchester sich nach und nach zusammenfügte und heute für die Art von Harmonie sorgen, die du für dein Lebensrezept brauchst. Meistens spielen Spaß und Lebensfreude die erste Geige, die ab und an von einem sorgenvollen Paukenschlag unterbrochen wird. Du weißt, dass auch tiefe Töne zum Leben dazugehören – nicht alles ist eine Party. Doch der Sound deines Lebens läuft weiter und du gibst den Takt vor.

Musik wird therapeutische Wirkung nachgesagt. Wer einmal bei Liebeskummer in den schönsten 20 Liebesliedern versunken ist und drei Tage und zwei Nächte in sein Kissen geweint hat, wird mit einem bittersüßen Gesichtsausdruck lächeln. Oder dieser Moment: Wir alle haben schon verträumt mit Kopfhören auf den Ohren im Bus gesessen und uns vorgestellt, in einem Film zu sein, stimmt’s? Und genau das schafft Musik – sie zieht uns raus aus unserem Alltag und lässt uns ins beliebige Szenarien eintauchen.

Kunst ist, was du daraus machst

Durch Musik und Tanz lernst du, auf dein Gehör und deinen Körper zu vertrauen. Fließende Bewegungen, schwerelose Sprünge und robotische Drehungen bringen deine Gliedmaßen spielerisch an ihre Grenzen und zeigen dir, dass Kunst das ist, was du daraus machst. Auch die Luftgitarre, die du vor deinem Schlafzimmerspiegel perfektioniert hast. Ganz besonders die Luftgitarre.

Insgeheim träumst du davon, deine Energie an den Drums loszuwerden, kannst jedoch gerade so Snare und Hi-Hats auseinanderhalten? Es ist nie zu spät, ein Instrument zu erlernen, denn für Fingerfertigkeit und herausforderndes Hirntraining sind wir nie zu alt. Dabei spielt es nicht die geringste Rolle, ob du mit deinem Schlagzeug einmal deinen Lebensunterhalt verdienen wirst – viele große Musiker haben einst in ihrer Garage angefangen. Dein Lebensrezept umfasst die gesamte Tonleiter, das gesamte Do, Re, Mi, Fa, Sol, La und Si und hilft dir dabei, erwachsen zu werden. Denn es scheint kaum jemanden zu geben, der dich besser versteht, als deine Lieblingsband. Oder?

Musik ist deine Kultur und Geschichte

Musik und Tanz als Lebensrezept bedeutet, sich Zeit für eine Leidenschaft zu nehmen, die in jedem Kulturkreis dieser Welt zu Hause ist. Musik und Tanz verbinden – sprichwörtlich und tatsächlich. Lebensfreude, Ausgelassenheit, Schmerz und Trauer werden seit jeher beim Musizieren und Tanzen verarbeitet. So kann es vorkommen, dass einem die Tränen ungehindert über die Wangen laufen, wenn man einem Paar beim leidenschaftlichen Tangotanzen zuschaut. Musik macht mutig und hat schon immer Rebellen ihrer Generation vereint. Swing war nicht umsonst in den 1940er-Jahren an vielen Orten verboten – in dunklen, heißen Kellern angesagter Tanzclubs haben sich junge Menschen mit friedlichen Idealen getroffen. Das Gleiche gilt für Rock ’n’ Roll, Punk, Hip-Hop und Techno.

Die Stunden, die du mit deinen Freunden und dem gemeinsamen Musikhören verbracht hast, kannst du nicht zählen. Stunden in euren ehemaligen Kinderzimmern, in der Studenten-WG und der ersten gemeinsamen Wohnung, die euch zusammengeschweißt und für eine Maxi-CD an Erinnerungen gesorgt haben. Und wer bereits zu fünft in einem Zelt geschlafen hat, das für maximal zwei Leute vorgesehen war, um dieses eine, viel zu teure Festival nicht zu verpassen, der ist ein wahrer Musikfan.

Dein Motto: Kein Orchestergraben ist zu tief, keine Tonleiter zu steil. Du liebst Musik, du liebst Tanz, und würdest immer wieder dein gesamtes Erspartes für Konzertkarten ausgeben. Denn du weißt, dass keine legendäre Geschichte mit „und dann sind wir nicht auf das Festival gefahren“ beginnt.

Textnachweise

  • Autorin: Sarah Meerhaus
  • Qualitätssicherung BARMER: Internetredaktion


Webcode dieser Seite: s080011 Autor: BarmerLetzte Aktualisierung am: 28.06.2018
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