Zwei junge Frauen legen sich Gurkenscheiben auf die Augen

Spieglein, Spieglein in der Hand...

Wer ist die oder der Schönste im ganzen Land? Eine Frage, die uns Menschen nicht erst seit Grimms Märchen beschäftigt – sondern seit tausenden von Jahren. Schönheit, was wir „Beauty“ nennen, ist in der Kunst, der Mode, der Musik und sämtlichen Industrien zu Hause, die heute mit unserem Wunsch nach Schönheit ihr Geld verdienen. Doch was genau bedeutet „schön sein“ eigentlich? Wer Beauty im wahrsten Sinne des Wortes als Foundation im Lebensrezept sieht, hat sich diese Frage sicherlich bereits gestellt.

Schönheit ist mehr als nur Fassade

Die gute Nachricht ist: Neben bekannten Schönheitsidealen, die sich von Jahrzehnt zu Jahrzehnt ändern, liegt Schönheit wirklich im Auge der Betrachterin und des Betrachters und wird durch vieles andere definiert als nur unsere Körper. Schönheit wohnt innen und außen, in unseren Augen, unserer Haut und unseren Haaren und auch in der Art, wie wir lächeln, laufen und mit unseren Mitmenschen umgehen.

Dir ist sicherlich schon aufgefallen, dass man dich besonders schön empfindet, wenn du dich wohlfühlst, wenn du mit Vorfreude auf den Tag aufgewacht bist und gerade richtig leckere Nudeln gegessen hast. Das ist jene Art von Schönheit, die es nicht in der Drogerie zu kaufen gibt und tatsächlich unkäuflich ist. Für diesen ganz besonderen Glanz im Gesicht reicht es schon, wenn wir Dinge machen, die uns guttun und glücklich machen – Dinge, die in sämtlichen Lebensrezepten zu finden sind. Beauty ist daher nicht immer etwas, das wir auftragen, aufmalen oder einwirken lassen müssen. Wer gerne lacht, küsst, umarmt, tanzt, singt und isst, findet bereits die natürlichste Form von Rouge auf seinen Wangen.

Beauty-Rituale können aus selbst gemischten Gesichtsmasken, aus einem ausgiebigen Peeling, aus Bartpflege, einem Besuch in der Sauna oder aus einem Potpourri aus all dem bestehen. Du kannst dir Zeit für dich alleine nehmen oder ein gesamtes Beautywochenende mit Freundinnen und Freunden planen. Gegenseitige Körperpflege liegt übrigens in unserer Natur – seit jeher achten wir auf diese Art aufeinander und vergewissern uns, dass Haut und Haare gesund und sauber sind. Das Lebensrezept „Beauty“ ist daher keine oberflächliche Vorliebe, sondern ein tief in uns verankerter Instinkt.

Wenn Schönheit im Auge der Betrachter liegt und Schönheit (auch) von innen kommt: Sollten wir uns nicht öfters vor den Spiegel stellen und ganz langsam unseren Körper, unser Gesicht, unsere Zähne und Ohrläppchen studieren? In einer Welt von Instagram & Co., in der es immer schwerer fällt, das zu erkennen, was sich unter all den Filtern verbirgt, ist dies eine wunderbare Übung. Eine Übung, die natürlich damit enden darf, das nackte Gesicht zu cremen, zu verwöhnen und zu schminken.

Beauty-Time ist Me-Time

Verschönern ist immer das, was dir gefällt: Professionelles Contouring, das Kim Kardashians Können in den Schatten stellt, Nageldesign, gesundes Body Shaping, kunstvolles Augen Make-up und das Herstellen von Naturkosmetik in deinem Wohnzimmer – die Beautypalette deines Lebensrezepts ist so bunt wie das Lidschatten-Sortiment einer Drogerie und ermöglicht dir, dich zum Ausgleich deines Alltags einzig und allein dir zu widmen. Jene Art von Me-Time, die immer wichtiger wird, je mehr Zeit wir von Menschen umgeben sind. Nach Hause kommen, Schuhe aus, BH aus, Jeans aus, Licht aus, Maske drauf – entspannen und im Schlaf noch schöner werden. Die Zeit, die wir für bewusste Körperpflege aufwenden, ist niemals verschwendete Zeit.

Mit Erkenntnissen wie jener, dass Beauty-Zeit keine verschwendete Zeit ist, verhält es sich wie mit schön anzusehenden Gegenständen: Wir sammeln sie. Wenngleich nicht immer gewollt und selten während eines Bummels über den Flohmarkt. Jedoch können wir sie vor unserem inneren Auge ähnlich schön aufreihen wie eine Sammlung bunter Nagellacke, Haarpflegeprodukte oder Modeschmuck und auf Abruf unsere Sammelkunst bestaunen. Die Erkenntnisse des Lebensrezepts „Beauty“ sind besonders schön, da sie unseren Körper und Geist betreffen und ineinander übergehen wie gekonnt verblendeter Lidschatten. Wir können uns bereits schön fühlen, wenn wir schöne Dinge tun und den Tag mit einer heißen Tasse Tee beenden. Wenn wir Schönes denken und sagen und – ganz besonders – wenn wir das Schöne in uns selbst erkennen.

Textnachweise

  • Autorin: Sarah Meerhaus
  • Qualitätssicherung: Barmer Internetredaktion
Webcode dieser Seite: s080019 Autor: BarmerLetzte Aktualisierung am: 28.06.2018
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