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Ausbildungsverhältnis

Es gibt viele Gründe, warum es sich lohnt, in beruflichen Nachwuchs zu investieren. Hier informieren wir Sie rund um das Thema Ausbildungsverhältnis: die wichtigsten Punkte auf einen Blick.

Hier lesen Sie Details zu:

Die maximale Probezeit für Azubis beträgt vier Monate. Dadurch können sich beide Seiten ausreichend kennenlernen. Vor allem Arbeitgeber haben Gelegenheit, das Leistungsvermögen des Neulings besser einzuschätzen.

Es gibt die "gestreckte" und die "klassische" Abschlussprüfung. Grundsätzlich werden bei beiden Varianten während der Ausbildungszeit zwei Prüfungen abgelegt. Unterschiedlich ist die Bedeutung der Prüfungsergebnisse für das Gesamtergebnis:

  • Bei der "klassischen" Variante wird der Ausbildungsstand nach ca. eineinhalb Jahren im Rahmen einer Zwischenprüfung ermittelt. Das Zwischenprüfungsergebnis hat keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis, das ausschließlich in der Abschlussprüfung am Ausbildungsende ermittelt wird.
  • Bei der "gestreckten" Abschlussprüfung wird der erste Teil der Prüfung nach etwa zwei Jahren, der zweite am Ende der Ausbildung abgelegt. Beide Prüfungsergebnisse fließen in das Gesamtergebnis ein.

Der oder die Ausbildende kann die Prüfungsvariante nicht selbst wählen. Sie ist durch die Ausbildungsordnung des jeweiligen Ausbildungsberufes vorgegeben.

Azubis können bis zu einem Viertel ihrer Ausbildungszeit im Ausland absolvieren. Vorteil: Durch die Zusammenarbeit mit ausländischen Partnerunternehmen können die Betriebe ihre Ausbildung aufwerten und die Fachkräfte international ausrichten. Damit erhalten diese Betriebe die Chance auf besonders leistungsfähige Auszubildende. Am Ende eines Auslandsaufenthalts sollten die neu gewonnenen Qualifikationen und Fähigkeiten festgehalten werden. Der "Europass Berufsbildung" bescheinigt in standardisierter und detaillierter Form Dauer, Art und Inhalte eines Auslandspraktikums. 
Betriebliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als Berufstätige eine Abschlussprüfung in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf nachholen wollen, müssen das Eineinhalbfache der Berufsausbildungszeit an Berufserfahrung nachweisen können. Bei einer dreijährigen Berufsausbildung kann also nach viereinhalbjähriger Berufspraxis die Zulassung zur Abschlussprüfung beantragt werden. 
Durch die stufenweise Organisation der Ausbildung können Jugendliche nach der ersten Stufe aussteigen. Sie erhalten trotzdem ein Zeugnis der jeweiligen zuständigen Stelle und gelten nicht als "Abbrecher". Umgekehrt müssen sich Betriebe nicht mit überforderten Auszubildenden im dritten Jahr befassen. Die Verträge sind allerdings immer für die volle Ausbildungsdauer abzuschließen.
Bei aufeinander abgestimmten, zwei- und dreijährigen Berufen kann ein zweijähriger Ausbildungsvertrag vereinbart werden. Das dritte Jahr wird später vertraglich aufgestockt. Auszubildende und Betriebe entscheiden, ob und wann es nach dem ersten Abschluss weitergeht (Aufstiegsmodell).
Webcode dieser Seite: f000068 Autor: Barmer Erstellt am: 30.11.2010 Letzte Aktualisierung am: 13.04.2017
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