Beitragssätze

Hier finden Sie unsere aktuellen Beitragssätze. Alle notwendigen Angaben zur Berechnung des Gesamtsozialversicherungsbeitrags entnehmen Sie unserer Übersicht. Außerdem erfahren Sie, welche Umlage- und Erstattungssätze Sie 2019 wählen können.

Beiträge in der Sozialversicherung sind abhängig vom Einkommen und werden prozentual vom Arbeitsentgelt erhoben. Die gilt auch für den kassenindividuellen Zusatzbeitrag.

Hier lesen Sie Details zu:

Die Beiträge für versicherungspflichtige Mitglieder werden prozentual aus den beitragspflichtigen Einnahmen errechnet – grundsätzlich bis zur monatlichen Beitragsbemessungsgrenze. Für einmalig gezahltes Arbeitsentgelt gelten Sondervorschriften.

Kassenindividueller Zusatzbeitrag

Der Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung besteht aus einem allgemeinen Beitragssatz und einem zusätzlichen kassenindividuellen Beitragssatz. Die Beiträge werden paritätisch von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen. Der allgemeine Beitragssatz ist gesetzlich festgelegt. Der individuelle Beitragssatz wird von der jeweiligen Krankenkasse per Satzung bestimmt.

Der allgemeine Beitragssatz liegt 2019 14,6 Prozent. Der zusätzliche kassenindividuelle Beitragssatz der Barmer beträgt 1,1 Prozent.

Für bestimmte Personenkreise, deren Beiträge allein von Dritten getragen werden (z.B. Auszubildende mit einem Arbeitsentgelt bis 325 Euro im Monat, Bezieher von ALG II, Teilnehmer an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben), wird der zusätzliche Beitrag nicht kassenindividuell erhoben. Für sie gilt ein vom BMG jährlich festgelegter durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz (2019 0,9 Prozent).

Im Beitragsnachweis des Arbeitgebers sind die Beiträge aus dem zusätzlichen kassenindividuellen Beitragssatz einer Krankenkasse gesondert auszuweisen.

Beitragssätze 2019*
KrankenversicherungProzent
allgemein15,7
ermäßigt15,1
Beiträge aus Versorgungsbezügen und Arbeitseinkommen:15,7

* Die hier genannten Beitragssätze der BARMER errechnen sich aus dem allgemeinen gesetzlichen Beitragssatz von 14,6 Prozent bzw. dem ermäßigten gesetzlichen Beitragssatz von 14,0 Prozent sowie dem zusätzlichen kassenindividuellen Beitragssatz von 1,1 Prozent.

Pflegeversicherung

Der Beitragssatz für die Pflegeversicherung beträgt 3,05 Prozent. Die Beiträge werden je zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen.

Kinderlose Mitglieder ab 23 Jahren zahlen nach dem sogenannten Kinder-Berücksichtigungsgesetz einen Beitragszuschlag in Höhe von 0,25 Prozentpunkten. Der Beitragszuschlag ist von den Beschäftigten allein zu tragen. Der Beitragsanteil der Beschäftigten beträgt damit 1,775 Prozent bzw. 2,275 Prozent in Sachsen.

Für die Berechnung der Beiträge zur Krankenversicherung werden je nach Art der Einkünfte unterschiedliche Beitragssätze herangezogen. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung oder Beamtenbezüge werden mit dem ermäßigten Beitragssatz von 15,1 Prozent* belegt. Für Renten und Versorgungsbezüge hingegen ist der allgemeine Beitragssatz von 15,7 Prozent* maßgebend.

* inklusive des zusätzlichen Beitragssatzes der Barmer

Beschäftigte mit Krankengeldanspruch

  • Der Krankenversicherungsbeitrag beträgt seit 1. Januar 2019 712,39 Euro.
  • Der Beitrag zur Pflegeversicherung beträgt monatlich 138,39 Euro für Versicherte mit Kindern. Versicherte ohne Kinder, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, zahlen 2019 monatlich 149,74 Euro.

Beschäftigte ohne Krankengeldanspruch

  • Der Krankenversicherungsbeitrag beträgt seit 1. Januar 2019 monatlich 685,16.

Der Beitrag zur Pflegeversicherung beträgt 2019 monatlich 138,39 Euro für Versicherte mit Kindern. Versicherte ohne Kinder, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, zahlen 2019 monatlich 149,74 Euro.

Freiwillig krankenversicherte Beschäftigte erhalten von ihrem Arbeitgeber einen Beitragszuschuss. Für Mitglieder der BARMER, die einen Krankengeldanspruch haben, beträgt dieser monatlich 356,20 Euro. Besteht kein Anspruch auf Krankengeld, beträgt der Zuschuss monatlich 342,59 Euro.

Privat Krankenversicherte erhalten von ihrem Arbeitgeber einen Beitragszuschuss.

Seit 1. Januar 2019 beträgt der Beitragszuschuss:

  • 351,66 Euro mit Krankengeldanspruch
  • 309,75 Euro Vorruhestandsgeldbezieher und Arbeitnehmer, die bei einer GKV-Mitgliedschaft keinen Anspruch auf Krankengeld hätten - z.B. Altersrentner;

bei privat Krankenversicherten jedoch höchstens die Hälfte tatsächlichen Kosten.

ohne Krankengeldanspruch

  • Der Krankenversicherungsbeitrag beträgt seit 1. Januar 2019 monatlich 685,16 Euro.
  • Versicherte mit Kindern zahlen monatlich einen Beitrag zur Pflegeversicherung von 138,39 Euro. Versicherte ohne Kinder, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, 149,74 Euro.
  • Der Gesamtbeitrag für Versicherte mit Kindern beträgt seit damit 1. Januar 2019 monatlich 823,55 Euro. Versicherte ohne Kinder, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, zahlen seit 1. Januar 2019 monatlich 834,90 Euro.

mit gesetzlichem Krankengeldanspruch

  • Der Krankenversicherungsbeitrag beträgt seit 1. Januar 2019 monatlich 712,39 Euro.
  • Der Beitrag zur Pflegeversicherung beträgt seit 1. Januar 2019 monatlich 138,39 Euro für Versicherte mit Kindern. Versicherte ohne Kinder, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, zahlen 2019 monatlich 149,74 Euro.
  • Der Gesamtbeitrag beträgt monatlich 850,78 Euro  für Versicherte mit Kindern. Versicherte ohne Kinder, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, zahlen seit 1. Januar 2019 monatlich 862,13 Euro.

Hauptberuflich Selbstständige, deren Einnahmen unter der Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung liegen, können auf Antrag zu geringeren Beiträgen versichert werden. Wir beraten Sie gerne.

  • Rentenversicherung 2019: 18,6 Prozent
  • Arbeitslosenversicherung 2019: 2,5 Prozent

Bei Beschäftigten mit einem regelmäßigen monatlichen Arbeitseinkommen von 450,01 Euro bis 850,00 Euro tragen Arbeitnehmer nur einen reduzierten Beitragsanteil. Der Arbeitgeberanteil wird dagegen nach dem vollen Entgelt errechnet.

Die Beiträge in der Gleitzone können Sie ganz einfach mit unserem Sozialversicherungs-Rechner ermitteln.

Für einen geringen Umlagebeitragssatz (siehe unten) können Unternehmen, die am Ausgleichsverfahren bei Arbeitsunfähigkeit (U1) teilnehmen, die Höhe ihrer finanzielle Belastung bei Erkrankung ihrer Mitarbeiter steuern und absichern. Der Umlagesatz für Aufwendungen bei Mutterschaft (U2) beträgt 0,43 Prozent.

Umlage- und Erstattungssätze ab dem 1. Januar 2019

UmlageverfahrenErstattungssatz in ProzentUmlagebeitragssatz in Prozent
U1501,5
U1(Regelsatz) 652,2
U1803,6
U21000,43

Damit Arbeitnehmer im Fall einer Insolvenz ihrer Firma abgesichert sind, entrichten Arbeitgeber die so genannte Insolvenzgeldumlage. Den Umlagesatz für die Insolvenzgeldumlage legt das Bundesarbeitsministerium bundeseinheitlich fest.

Die Umlage zur Insolvenzgeldversicherung beträgt seit 2018 0,06 Prozent.

 

Webcode dieser Seite: f000023 Autor: Barmer Erstellt am: 28.01.2014 Letzte Aktualisierung am: 08.04.2019
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