Mann macht am Schreibtisch ein Nickerchen

Powernapping

Mit einem kurzen Schlaf zu mehr Leistung und Lebensqualität – Powernapping ist der Schlüssel. Wir erklären, warum der Powernap gesundheits- und leistungsfördernd wirken kann.

Was ist Powernapping?

Unser schnelllebiger Alltag, der steigende Leistungsdruck und Stress im Beruf verlangen uns einiges ab. Morgens noch leistungsstark und konzentriert, fallen viele Menschen mittags in ein regelrechtes Tief. Die Folgen sind mangelnde Produktivität, Unausgeglichenheit, Konzentrations- und Kreativitätsverlust sowie gesteigerte Stresshormonproduktion. Das Bedürfnis nach kurzen Erholungsphasen am Arbeitsplatz ist längst vorhanden: Ein „ruhiger Ort im Büro, der für ein kurzes Nickerchen geeignet ist“ landet laut einer Umfrage zum Thema „Traumarbeitsplatz“ des Businessnetzwerks LinkedIn mit 22 Prozent sogar auf Platz drei der gewünschten Ausstattungsmerkmale.

Mit Powernapping zu mehr Leistungsfähigkeit

Und tatsächlich wirkt sich das einst ohnehin bewährte Nickerchen, das auch unter dem Begriff „Powernapping“ bekannt ist, positiv auf unser Wohlbefinden und auf unsere Leistungsbereitschaft aus. Die US-amerikanische NASA konnte in einer Studie belegen, dass eine halbe Stunde Powernapping die Reaktionsschnelligkeit um 16 Prozent steigert und Aufmerksamkeitsausfälle um 34 Prozent verringert. Wissenschaftler der Harvard School of Public Health belegten in ihrer Studie außerdem, dass eine 30-minütige Mittagsruhe das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen um bis zu 37 Prozent reduzieren kann.

Powernapping – wie lange?

Während ein Mittagsschlaf im Kindesalter noch die Regel ist und dann, nach einer fast lebenslangen Pause, häufig erst im hohen Alter wieder praktiziert wird, ist das natürliche Aufputschmittel Powernapping in den dazwischen liegenden Generationen nicht angekommen. Der damit einhergehende erfrischende Effekt ist hingegen sinnvoll für alle Zielgruppen. Das Alter spielt keine Rolle. Wichtiger ist vielmehr die Dauer der Erholungsphase.

Doch wie lange sollte man ein Powernapping machen? Für einen Powernap sollten Sie mindestens sechs und bestenfalls zehn Minuten einplanen. Dies soll laut Forschern der Flinders Universität in Australien die optimale Schlafdauer sein. Aber auch zwanzig bis dreißig Minuten sollen eine ähnlich positive Wirkung haben. Erst nach dieser Zeit fällt der Körper in die Tiefschlafphase. Dann kann Schlaftrunkenheit die Folge sein und der erfrischende Effekt von Powernapping bleibt aus.

Powernapping lernen

Eine einfache Methode, um die für sich passende Dauer eines Powernaps einschätzen zu können, ist der sogenannte Schlüsselschlaf. Dazu setzt man sich entspannt auf einen Stuhl und nimmt einen Schlüsselbund so in die Hand, dass er beim Öffnen der Hand auf den Boden fällt. Bevor man beim Powernap in eine Tiefschlafphase fällt, entspannt sich die Muskulatur. Der Schlüsselbund fällt zu Boden und Sie wachen auf.

Die Barmer begleitet Sie auf dem Weg zu mehr Entspannung und Erholungsphasen. Erfahren Sie in unserem Online-Ratgeber, wie Sie Stress abbauen und Entspannung lernen. Veranstaltungen und zertifizierte Gesundheitskurse in Ihrer Nähe finden Sie mit nur wenigen Klicks bei Ihrer Barmer.

Qualitätssicherung:

  • Dr. Utta Petzold, Ärztin bei der Barmer

Quellen:

Webcode dieser Seite: f002118 Autor: Barmer Erstellt am: 16.03.2016 Letzte Aktualisierung am: 13.04.2018
Nach oben