Aushilfsjobs

Ebenfalls gut zu wissen: Als kurzfristige Aushilfen sind Studierende – wie alle Arbeitnehmer – grundsätzlich in allen Zweigen der Sozialversicherung beitragsbefreit.

Für Studenten, die aushilfsweise jobben, gelten sozialversicherungs- und steuerrechtlich dieselben Kriterien wie für kurzfristige Aushilfsjobs.

Wichtig: Nehmen Studenten im Sommer- und Wintersemester mehrere befristete Aushilfsjobs an, kann weiterhin Versicherungsfreiheit bestehen. Fällt die aktuelle Beschäftigung zum Beispiel unter das Werkstudentenprivileg, sind Studenten versicherungs- und beitragsfrei, wenn sie nicht mehr als 26 Wochen im Jahr arbeiten. Dabei wird vom voraussichtlichen Ende der zu beurteilenden Beschäftigung ein Jahr zurückgerechnet.

Angerechnet werden alle Beschäftigungen in diesem Zeitraum mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden. Wird die 26-Wochen-Frist überschritten, gelten die Studenten als Arbeitnehmer. Versicherungspflicht besteht jedoch nur für den Aushilfsjob, mit dem die Grenze überschritten wurde.

Erfüllt die aktuelle Beschäftigung nicht die Voraussetzungen für das Werkstudentenprivileg (z. B. mehr als 20 Wochenarbeitsstunden, ohne dass die Beschäftigung dem Studium angepasst wird), ist sie versicherungspflichtig, auch wenn sie unter Anrechnung von Vorbeschäftigungen innerhalb eines Jahres 26 Wochen nicht überschreitet.

Hinweis: Als Arbeitgeber sollten Sie vorab klären, ob es sich eventuell um eine kurzfristige Beschäftigung handelt (befristet auf maximal 3 Monate bzw. 70 Arbeitstage). Ist dies der Fall, besteht Versicherungsfreiheit.

Webcode dieser Seite: f000082 Autor: Barmer Erstellt am: 30.11.2010 Letzte Aktualisierung am: 21.03.2017
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